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Kiel Letzte Chance für den Türkei-Stand?
Kiel Letzte Chance für den Türkei-Stand?
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07:00 11.03.2015
Von Carola Jeschke
 Betreibt die Türkei nun doch einen Stand auf dem internationalen Markt? Quelle: Sven Janssen (Archiv)
Kiel

Nach Angaben der Stadt haben sich die Betreiber des belgischen Standes bereit erklärt, ihre Fläche mit einem anderen Anbieter zu teilen. Allerdings hätten bei einem ergänzenden Verfahren auch alle anderen abgelehnten Nationen (Afghanistan, Mongolei, Neuseeland, Kamerun, Indonesien, Polen, Ungarn) erneut die Möglichkeit, mit einer verbesserten Bewerbung zu punkten. „Da es ein vergleichbares ergänzendes Verfahren in der Vergangenheit nicht gegeben hat, können rechtliche Risiken nicht ausgeschlossen werden“, gibt Oberbürgermeister Ulf Kämpfer zu bedenken.

Die Ratsfraktionen hatten die Verwaltung in einem interfraktionellen Antrag darum gebeten, zu prüfen, ob es nicht doch einen „rechtssicheren“ und „angemessenen“ Standort für die Türkei geben könne. Begründung: „Der Türkei-Stand auf dem Internationalen Markt ist seit Jahren fester Bestand der Kieler Woche und trägt neben seinen länderspezifischen Angeboten auch maßgeblich zum interkulturellen Dialog und zur Völkerverständigung bei.“ Eine alternative Fläche zwischen Rathaus und KN-Gebäude hatten die Standbetreiber jedoch abgelehnt.

Dass die Türkei nach 18 Jahren als Dauergast mit ihrer Bewerbung scheiterte, lag an verpassten Fristen: Das notwendige Empfehlungsschreiben des türkischen Generalkonsulats aus Hamburg kam zu spät. „Es wäre sehr schade, wenn es deshalb keinen türkischen Stand mehr auf der Kieler Woche gäbe“, sagte ein Sprecher des Generalkonsulats.