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Kiel JU: Stadt Kiel soll sich „nicht um jeden Scheiß“ kümmern
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JU zu Stoffwindeln: Stadt Kiel soll sich lieber um Ausweise kümmern

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10:30 23.12.2021
Von Michael Kluth
Kind in Einwegwindeln. Für den Umstieg auf Stoffwindeln zahlt die Stadt Kiel Zuschüsse.
Kind in Einwegwindeln. Für den Umstieg auf Stoffwindeln zahlt die Stadt Kiel Zuschüsse. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa
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Die Junge Union (JU) Kiel kritisiert die städtische Förderung von Stoffwindeln. Für den Umstieg von Einwegwindeln erhalten Eltern bis zu 200 Euro Zuschuss von der Stadt Kiel.

„Stoffwindeln können eine umweltfreundliche Alternative für Familien sein“, sagt JU-Vize Lukas Harten, „aber der Verwaltungsaufwand steht in keinem Verhältnis zum Nutzen.“ Harten kritisiert: „Während Bürgerinnen und Bürger teils monatelang auf Ausweisdokumente oder Kfz-Anmeldungen warten müssen, verwendet die Verwaltung ihre Kapazitäten darauf, Anträge für Stoffwindeln zu bearbeiten.“

Die JU erwarte, „dass die Stadt sich zuerst um ihre kommunalen Pflichtaufgaben kümmert, bevor sie kleingliedrige Förderprogramme auflegt.“ Die Stadt solle sich nicht „um jeden Scheiß kümmern“, so Harten in Anspielung auf die Windeln.

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Die JU-Kreisvorsitzende Antonia Grage erinnert an die überfüllten Mülleimer im Sommer an der Kiellinie und sagt: „Solange Kiel seine dringenderen Müllprobleme nicht in den Griff bekommt, sollte man sich nicht in die privaten Windelangelegenheiten der Kieler Familien einmischen.“

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