Jims Bar setzt auf den alkoholfreien Mix - kieler woche
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Kiel Jims Bar setzt auf den alkoholfreien Mix
Kiel Jims Bar setzt auf den alkoholfreien Mix
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18:47 24.06.2013
Von Paul Wagner
Voller Geschmack ganz ohne Alkohol: Die 16-jährige Jonna Lauther aus Kiel arbeitet in dieser Woche als Barkeeperin in Jims Bar. Ihre Gäste warten schon auf einen leckeren „Blue Lagoon“. Quelle: pwg
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Sie tragen exotische Namen wie „Ipanema“, „Blue Lagoon“ oder „Virgin Colada“ und kommen mit Mandelsirup, Ginger Ale, oder Ananassaft aus. Die Cocktails in Jims Bar, einer Initiative der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis Altholstein und des Fachdienstes Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Neumünster, stehen mitten auf der Kieler Woche für alkoholfreien Genuss. Insgesamt 40 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen zwölf und 18 Jahren arbeiten für neun Tage im Schichtdienst hinter dem rot lackierten Tresen und schütteln, mixen und mischen ihre Zutaten.

 „Das ist ein Angebot von Jugendlichen für Jugendliche“, sagt Organisatorin Uta Birkenstock von der Thomas-Gemeinde in Kiel-Mettenhof. „Aber wir haben auch viele erwachsene Stammgäste, die uns aus den vergangenen Jahren kennen.“ Der Name Jims Bar steht für „Jugendschutz im Mittelpunkt“ und der rote Tresen ist bereits zum sechsten Mal auf der Kieler Woche dabei. Gerade beim Thema Alkohol reiche es nicht, den Finger zu heben und zu verbieten. „Wir müssen den Jugendlichen auch etwas anbieten“, sagt Birkenstock und zeigt auf die bunten Mixgetränke.

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 Diese bekommen ihre Farben durch die fleißigen Hände von ehrenamtlichen Helfern wie der 16-jährigen Jonna. Gerade kippt sie einen ordentlichen Schuss „Blue Curacao Sirup“ in ein Glas mit Orangensaft und Eiswürfeln. Die Mischung verfärbt sich grün und wird mit der dazugehörigen Dekoration über den Tresen gereicht. Bereits am Nachmittag stehen die Kunden Schlange. Immer wieder erkundigen sich junge Leute, wie sie an eine der begehrten Cocktailschulungen herankommen, bei denen professionelle Barkeeper den Tresen-Nachwuchs ausbilden.

 Der Job in Jims Bar ist bei den Jugendlichen aus den umliegenden Kirchengemeinden sehr beliebt. „Für die Jugendlichen ist es doch cool, einmal selbst auf dem Wagen zu stehen“, sagt Uta Birkenstock. Geld bekommen sie für ihr Engagement nicht, auch wenn die Einnahmen an der Cocktail-Kasse nur so sprudeln. „Das ist ein Nullsummenspiel“, versichert die Organisatorin. „Hinterher gibt es ein Dankeschön-Treffen für alle.“