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Kiel Hebbelschule Kiel besonders erfolgreich
Kiel Hebbelschule Kiel besonders erfolgreich
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20:24 09.03.2017
Von Kristiane Backheuer
Mit Wissensdurst und Forscherhunger dabei: Leander Mikat, Gideon Mikat, Marten Höynck, Alexander Grille und Janek Krüger, Magnus Steinbömer und Bennet Gabriel (von links). Beim Regionalwettbewerb von Jugend-forscht und Schüler-experimentieren sahnten sie jetzt für die Hebbelschule ordentlich Preise ab. Quelle: Frank Peter
Kiel

Da entsteht aus Marshmallows und Essig ein kinderfreundlicher Kleber. Da wird programmiert und gelötet, bis ein Laufroboter seine ersten Schritte macht. Da werden klitzekleine Deko-Wasserkugeln mit den verschiedensten Flüssigkeiten „gefüttert“, bis die perfekte „Nahrung“ gefunden ist. Oder es wird ein kompakter Erkundungsroboter in der Kugel entwickelt, der irgendwann auch mal auf dem Mars landen könnte. Zehn Projekte allein reichte die Hebbelschule ein und errang damit drei erste und zwei zweite Preise. Einige stellen wir vor.

Zwei Jahre lang drehte sich bei den drei Freunden Janek Krüger (13), Marten Höynck (13) und Alexander Grille (14) alles um einen programmierten Laufroboter. Im vergangenen Jahr hatten sie sich schon mit einer ersten Entwicklung beworben und den dritten Preis bekommen. Nun wurde die Technik enorm verfeinert. „Wir haben jetzt ein Gelenk in die Mitte gesetzt“, erklärt Janek. „Dadurch ist unser Roboter jetzt viel beweglicher.“ Zudem bauten sie Ultraschall-Sensoren an, sodass ein Hindernis oder ein Abgrund erkannt werden kann. So könnte der Roboter zur Erkundung anderer Planeten oder gefährlicher Orte eingesetzt werden. „Leider funktioniert das nicht immer“, sagt Marten. „Wir vermuten, dass das an den Erschütterungen beim Gehen liegt. Unser Computer registriert dann oft Geisterwerte.“ Trotzdem reichte es für den zweiten Platz.

Bisher erhielt keine Kieler Schule Quantensprungpreis

Einen Tisch weiter zeigen Magnus Steinbömer (11) und Bennet Gabriel (12), wie klasse Marshmallows kleben können. „Ursprünglich wollten wir eine Marschmallow-Maschine entwickeln“, erzählt Bennet. „Aber beim Erhitzen der Dinger, stellten wir fest, dass sie wunderbar kleben.“ So wurde also der weiche Schaumzucker, der aus Zucker, Eischnee, Geliermittel sowie Aroma- und Farbstoffen besteht, in allen möglichen ungiftigen Lösungsmitteln getestet. „Er soll ja nicht immer erhitzt werden, damit er klebt“, sagt Magnus. So machten sie die Marshmallows über dem Bunsenbrenner heiß und packten die Masse in Öl, Wasser, Zitronensäure oder auch Cola. „Aber am besten löste sich alles in Essig“, erzählt Magnus weiter und holte ein kleines Röhrchen mit einer gelblichen Flüssigkeit hervor. Drei Monate ist die Mischung alt und klebt noch bestens. Im Glasröhrchen daneben steckt eine verschimmelte Masse. „Marshmallow mit Cola“, sagt Bennet achselzuckend. „Nicht mal einen Monat alt.“ Probiert haben sie den Kleber natürlich auch. „Schmeckt furchtbar. Ist aber ungefährlich und kann nicht brennen. Perfekt also für Kinder“, sagt Magnus grinsend. Die Jury gab ihnen dafür den ersten Preis. Ihr nächstes Projekt haben die beiden auch schon im Kopf: eine Heißklebepistole für Kinder.

Ziemlich stolz auf ihre Schüler sind die vier Lehrer, die die sogenannte NaWi-AG seit fünf Jahren betreuen: Dr. Daniela Efler-Mikat, Dr. Jan Uttech, Christoph Holtiegel und Heike Kannenberg. Bis zu 35 Schüler mit viel Wissensdurst kommen jede Woche freiwillig zusammen und forschen, was das Zeug hält. „Die Schüler sind einfach toll“, freut sich Heike Kannenberg. Aber die Lehrer wohl auch. Denn das Helmholtz-Zentrum in Geesthacht verlieh im Zuge des Regionalwettbewerbs den „Quantensprungpreis“-Schulpreis für engagierte Arbeit an der Hebbelschule. Keine andere Kieler Schule war bisher Preisträger.

Zur Nacht der Akustik hatte sich das Audimax der Uni Kiel und besonders das sonst nicht sonderlich hübsche Uni-Hochhaus in Schale geworfen: „Hamburg hat die Elbphilharmonie, aber wir haben ein Lighthouse,“ scherzte Prof. Ilka Parchmann, Vizepräsidentin der Universität, mit einem Augenzwinkern.

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