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Kiel Sprottenflotte: Julian Hahn hat schlechte Erfahrungen gemacht
Kiel Sprottenflotte: Julian Hahn hat schlechte Erfahrungen gemacht
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13:11 24.09.2019
Von Niklas Wieczorek
Fühlte sich mit seiner abgeschlossenen Sprotte im Regen stehen gelassen: Student Julian Hahn. Quelle: Frank Peter
Kiel

Dabei ist der FH-Informatikstudent sicherlich nicht unbedarft, was das angeht: In wenigen Sekunden kann er an seinem Smartphone demonstrieren, wann etwas schiefgelaufen ist – seit ihm das Hinterrad seines Rennrades auf dem FH-Campus geklaut worden war. Er stieg auf die Sprottenflotte um, die ersten zwei Fahrten liefen reibungslos: „An den Stationen funktionierte auch die Rückgabe wunderbar.“ Dann kam der 22. Juli.

Teurer Fahrradausflug

Von der Station am Umsteiger fuhr Hahn zu Garten Dehner, wo keine Station ist: „Da habe ich ganz intuitiv den Hebel heruntergedrückt.“ Der Hebel schließt das Rad ab. Ein Zeichen für die Rückgabe. Möglicherweise erhielt Hahn auch eine Nachricht auf sein Handy, ob er das Rad hier wirklich abgeben wolle. Doch da war er längst im Gartenmarkt. Erst beim Herauskommen merkte er nach eigenem Bekunden, dass er seine Sprotte offenbar außerhalb einer Station zurückgegeben hatte – und somit 20 Euro fällig wurden.

Sprottenflotte: Kein Service-Mitarbeiter erreichbar

Umso blöder, dass er durchaus bereit gewesen wäre, einen Euro für weitere 30 Minuten nach dem kostenlosen Auftakt zu berappen. Er sei allerdings fest davon ausgegangen, das Rad in dem Fall zu parken – was er aber in der Smartphone-App vorher hätte anwählen müssen. Hahn versuchte nun, den Schaden zu minimieren, indem er die Sprotte selbst wieder zum Umsteiger zurückfuhr, dort zur Station brachte. Anschließend habe er drei-, viermal die Service-Nummer angerufen, wo niemand abnahm, und anschließend an das Beschwerdeformular geschrieben – mit Fotos als Beleg. Doch die 20 Euro blieben abgebucht.

Julian Hahn ist hin- und hergerissen

Zunächst sei Hahn abgeschreckt gewesen, bis er wieder einmal in Zeitnot kam und eine Sprotte brauchte. Doch ein zweiter für Hahn nicht erklärbarer Fall ereignete sich einen Monat später, am 23. August: Sein am Reventlou-Anleger ausgeliehenes Rad wurde plötzlich während der Fahrt am Geomar-Aquarium als Rückgabe gewertet – obwohl er noch auf dem Sattel saß. In dem Fall erreichte er aber beim zweiten Anruf eine Service-Mitarbeiterin, die ihm die 20 Euro wieder gutgeschrieben habe: „Das war eine positive Erfahrung“, so Hahn.

Nun ist er hin- und hergerissen: Nachdem er die Sprottenflotte zu Beginn in Kiel „ziemlich gefeiert“ habe, ist er unsicher. „Ich will mir aber keine Sorgen machen müssen“, fordert er.

Zur Auswahl des Sportbuzzer-"Helden der Woche" stehen: Marvin Schäfer (TSV Klausdorf), Nico Ganzel (Inter Türkspor Kiel), Lucas Seefeldt (TuS Jevenstedt), Maximilian Musci (TSV Bordesholm) und Jan Borchert (TSV Stein). Abstimmen können Sie bis Mittwochmorgen, 10 Uhr.

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