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Kiel Junge Flüchtlinge kämpfen gegen ihre Sprachlosigkeit
Kiel Junge Flüchtlinge kämpfen gegen ihre Sprachlosigkeit
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00:00 26.04.2011
Deutschunterrichtfür afghanische JugendlicheAWO Landesverband250211paeLok Quelle: pae
Kiel

Es sind fünf junge Afghanen, die zu dem Gespräch gekommen sind. Fünf Lebensläufe, die sich erst hier in Schleswig-Holstein gekreuzt haben und die alle eines gemeinsam haben: Die Menschen dahinter haben ihre Heimat verlassen, weil sie von den Taliban an die Waffen gezwungen werden sollten oder weil ihr Leben von den Taliban bedroht wurde.

Nach vier Monaten Flucht fand sich einer der jungen Männerin der zentralen Aufnahmestelle in Neumünster wieder, wurde dann weiter geschickt in eine Gemeinschaftsunterkunft in einem kleinen Dorf im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Dass er zwölf Monate gar nicht arbeiten und danach nur unter strengen Bedingungen und mit viel Glück arbeiten oder lernen darf, versteht er nicht. „Wir sind jung, wir können etwas tun, wir wollen etwas tun. Nur schlafen und warten, das macht nur traurig und krank.“ Deshalb hat er sich zum nächsten Sozialamt durchgefragt. „Ich habe gesagt, ich möchte Deutsch lernen, wie soll ich ohne die Sprache hier leben? Sie haben gesagt: Sie dürfen kein Deutsch lernen.“

Die Auskunft war korrekt. „Das Erlernen der deutschen Sprache wird zwar als zentraler Punkt für die Integration immer wieder von Politikern gefordert, doch wer wie diese jungen Männer im Asylverfahren ist, hat keinen Anspruch auf einen Sprachkurs“, bestätigt Idun Hübner von der Zentralen Bildungs- und Beratungsstelle für Migranten (ZBBS) in Kiel. Dort wurden die jungen Afghanen immer wieder vorstellig, ließen einfach nicht locker. Bei der ZBBS wollte man dieses Engagement nicht enttäuschen und fand eine Lösung:Dank der Walter Breitenstein-Stiftung konnte eine Sprachlehrerin finanziert werden, die jetzt an vier Tagen in der Wocheden jungen FlüchtlingenDeutsch beibringt. Doch der Andrang war zu groß für einen Kurs. Also suchteder AWO-LandesverbandFreiwillige, die mit denübrigen jungen Afghanenjetzt dreimal pro WocheDeutsch reden üben. Es sind oft Freiwillige, die selbst als Flüchtlinge hierher gekommen sind: Sie wissen, wie wichtig die Sprache ist.

Die ZBBS hat ein Spendenkonto eingerichtet: Kontonummer 50 74 66, Evangelische Darlehensgenossenschaft eG, BLZ 21 06 02 37, Stichwort „Deutsch für Flüchtlinge“.

Die Kieler Christian-Albrechts-Universität geht neue Wege in der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung. Seit Anfang April arbeiten zunächst zwei Professoren im frisch gegründeten Institut für Quantitative Betriebs- und Volkswirtschaftliche Forschung. „Unser Ziel ist es, globale wirtschaftliche Fragen fächerübergreifend empirisch zu untersuchen“, sagte Prof. Stefan Reitz im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

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30 Eintrittskarten für die Veranstaltung „KN-Forum: Wissen - Von den Besten profitieren“ mit Tim Cole am 17. Mai 2011 gibt es auf dem Facebookprofil von KN-online.de zu gewinnen. Cole wird über „Was von der New Economy übrig bleibt - Die Zukunft des Mittelstands in einer vernetzten Gesellschaft“ sprechen.

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