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Kiel Wie man Puccinis „Turandot“ dirigiert
Kiel Wie man Puccinis „Turandot“ dirigiert
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07:55 17.02.2017
Von Thomas Paterjey
Noch steht Vieles der kommenden Sommeroper-Produktion auf dem Kieler Rathausplatz in den Sternen. Doch GMD Georg Fritzsch (hier mit dem aktuellen Produktionsplakat im Opernhausfoyer) gibt gerne schon einen Einblick in seine musikalischen Pläne. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Die Geschichte um eine unnahbare chinesische Prinzessin, die ihren Verehrern stets drei Rätsel zu lösen aufgibt, soll nach dem Willen der Theater-Verantwortlichen im Juli auch am sommerlichen Kleinen Kiel einen wahren Triumphzug antreten. Doch wie kann das gelingen? Wodurch besticht das Werk? Und worin liegen seine Schwierigkeiten? Kiels Generalmusikdirektor Georg Fritzsch will diese Fragen bereits am Mittwoch, 15. März, beantworten, wenn er beim KN-Treffpunkt zu Gast ist. Moderiert wird der Abend in der Kundenhalle der Kieler Nachrichten von Kulturredakteur Christian Strehk.

Dass die Oper vor allem in einer Hinsicht punktet, dürfte außer Frage stehen: großes Gefühl. So bewirbt das Theater seine Aufführungen, deren Karten knapp zwei Wochen nach dem Verkaufsstart schon zu gut 40 Prozent vergeben sind, als „märchenhaftes Kino um Liebe und Tod“. Und natürlich eilt dem Stück auch der Ruf voraus, die ganze Bandbreite der Musik zu nutzen, um diese starken Emotionen auszudrücken.

Wie viel Schlagzeug ist möglich?

Wie klanggewaltig wird die Produktion in Kiel ausfallen? Wie wird Fritzsch beispielsweise das in der Partitur geforderte Schlagzeugarsenal einsetzen – vom chinesischen Gong über Tam-Tams bis hin zu Glockenspielen? Wie viel ist möglich, ohne dass die Musik zu wuchtig wird? Wie kann man verhindern, dass die gefühlsbetonte Geschichte in der Inszenierung, bei der Generalintendant Daniel Karasek Regie führen wird, ins Kitschige umschlägt? In der offiziellen Ankündigung der Sommer-Oper ist konsequent von „Hollywood mit Gesang, Arien, Ensembles, großen Chören und allem Zauber der großen italienischen Oper“ die Rede. Etwaige Zweifel in dieser Hinsicht wird Fritzsch beim Publikum sicher gerne im Vorfeld zerstreuen.

Und da ein Abend über die Musik nicht ohne Musik auskommt, werden dem Generalmusikdirektor auch Klangbeispiele vorgeführt. Sofort kommt einem hier das „Nessun dorma – Keiner schlafe“ in den Sinn. Die Tenorarie aus Puccinis „Turandot“ gilt als berühmteste und wirkungsvollste der Operngeschichte – und platzierte sich sogar in den Charts. Nicht nur das italienische Duo Al Bano und Romina Power coverte den Song, etliche Künstler bis hin zur US-amerikanischen True-Metal-Band Manowar adaptierten die Arie. Tat ihr das gut? Welchen Startenor schätzt Fritzsch in der Partie besonders? Und wie sieht die Besetzung mit Open-Air-Mikrofonen vor der Opernhausfassade aus? Aber hören Sie selbst...

KN-Treffpunkt

„Wie man Puccinis Turandot dirigiert“, GMD Georg Fritzsch im Gespräch mit KN-Kulturredakteur Christian Strehk, Mittwoch, 15. März, Einlass: 18.30 Uhr, Beginn: 19 Uhr, KN-Kundenhalle am Asmus-Bremer-Platz. Der Eintritt kostet 5 Euro, Karten können in der Kundenhalle bereits erworben werden.

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