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Kiel KVG kauft 36 E-Busse für Kiel
Kiel KVG kauft 36 E-Busse für Kiel
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14:07 08.10.2019
Von Michael Kluth
36 solcher E-Busse hat die KVG beim niederländischen Hersteller VDL bestellt. Sie werden ab August 2020 ausgeliefert. Quelle: VDL
Kiel

Fünf E-Busse pro Monat werden vom August 2020 bis Januar 2021 in Betrieb genommen, die letzten sechs folgen im Mai 2021. Gut sieben Millionen Euro kostet die Ladeinfrastruktur, die die KVG beim Dinslakener Anbieter Schaltbau Refurbishment (Modernisierung) einkauft.

KVG-Geschäftsführer Andreas Schulz nennt die 38-Millionen-Investition einen Meilenstein. Die emissionsfreien Busse seien „der nächste große Schritt“ auf dem Weg zu sauberer Luft und weniger Lärm.

21 Millionen Euro bekommt Kiel von Bund und Land

Bund und Land fördern die Investition nach KVG-Angaben mit dem Maximalbetrag von 21 Millionen Euro. Den großen Rest bringt die Stadt Kiel auf, der die KVG gehört. Die Stadt Kiel investiert zudem 30 Millionen Euro in den derzeit laufenden Umbau des Betriebshofs an der Werftstraße in Gaarden, wo künftig auch die Hybrid- und E-Busse gewartet werden.

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) wohnte der Vertragsunterzeichnung von KVG, VDL und Schaltbau am Dienstag bei und freute sich über die „kluge Strategie“ der KVG, nach zuletzt 33 Hybridbussen nun auf Vollelektrizität zu setzen. Der klimaschützende Flottenumbau erfolge „Schritt für Schritt“, sagte Kämpfer. „Es gibt keinen Weg zurück.“

Fünf Linien in Kiel werden elektrifiziert

Das Betriebskonzept sieht die schrittweise Elektrifizierung der Linien 11, 6 und 32, 81 und 31 vor. Auf diesen Linien werden zusätzlich zum Betriebshof mit vier Ladepunkten die Endhaltestellen Wik/Herthastraße (drei Ladepunkte), Wik/Kanal (drei Ladepunkte), Suchsdorf/Rungholtplatz (zwei Ladepunkte) und Mettenhof/Narvikstraße (zwei Ladepunkte) mit Ladeinfrastruktur bestückt. Die E-Busse sollen ihre Reichweite von 80 bis 100 Kilometern niemals ausschöpfen, sondern bei jedem Halt an den Endstationen nachgeladen werden.

Alle 525 Fahrer der KVG werden für die Anforderungen der batteriebetriebenen Busse extra geschult. Sie müssen ja wissen, dass es mindestens drei Minuten dauert, bis der Elektromotor neu gestartet werden kann. Ab März 2020 soll auf dem Gaardener Gelände ein Testbus zur Verfügung stehen.

„Die Fahrer fahren unheimlich gern elektrisch“, wusste der niederländische VDL-Direktor Marcel Jacobs zu berichten. „Die kriegen schlechte Laune, wenn sie an einem Tag mal nicht E-Bus fahren dürfen.“

VDL schlägt in Kiel Volvo aus dem Feld

VDL hat sich laut KVG in europaweiter Ausschreibung mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb gegen sieben Mitbewerber durchgesetzt. Darunter ist auch der schwedische Hersteller Volvo, der für die KVG noch die Hybridbusse gebaut hatte.

Auch die Schaltbau Refurbishment GmbH musste sich gegen mehrere Mitbewerber durchsetzen. Sie hat nach KVG-Angaben in der Kombination von Investitionskosten und Wartungsvertrag das wirtschaftlichste Angebot gemacht.

Die Busse sind fast nicht zu hören

Eine Anekdote hatte KVG-Chef Schulz auf Lager: ein Anruf eines Anwohners aus Gaarden mit der Frage, ob denn an dem Tag keine Busse fahren. Er höre gar nichts. Da waren Hybrid-Busse im Einsatz, die batteriebetrieben anfahren.

Dass die Busse nicht mehr zu hören sind, daran werden die Kieler sich nun mehr und mehr gewöhnen können.

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