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Kiel Ein Orden für Horst-Dieter Büll
Kiel Ein Orden für Horst-Dieter Büll
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08:00 14.11.2018
Von Martin Geist
Horst-Dieter Büll hat am Dienstag von Ministerpräsident Daniel Günther das Bundesverdienstkreuz erhalten. Quelle: Martin Geist
Kiel

Horst-Dieter Büll hat im Leben weiß Gott nicht den geraden Weg erwischt. Alkohol und Drogen brachten ihn oft genug an den Rand des Abgrunds, vor dem ihn immer wieder seine Frau und seine drei Töchter bewahrten. „Sie hätten eigentlich eine Ehrung verdient“, meint Büll und nennt noch so manchen Mitstreiter aus seiner zweiten Familie, zu der die Kieler Guttempler-Gemeinschaft für ihn schon vor langer Zeit geworden ist. Mehr noch: Mitte der 1970er-Jahre gründete er das Jugendzentrum Guddy-Treff und setzt sich seither unermüdlich für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ein, die drogen- und alkoholgefährdet oder süchtig sind.

Guddy-Treff: Eine Anlaufstelle gibt Halt

Zunächst einmal ist der Guddy-Treff allerdings ein ganz normales Angebot der offenen Jugendarbeit. Alle sind willkommen. Wer Probleme hat, findet jederzeit Zuhörer, die das Erzählte für sich behalten und auf Wunsch Unterstützung leisten. „Dass man das, was mir passiert ist, verhindern könnte, wenn man jungen Leuten eine Anlaufstelle und Halt gibt“, glaubte Büll vor 40 Jahren, und er glaubt es heute noch. Gerade für Kinder aus Familien, in denen Alkohol, Drogen und Gewalt eine prägende Rolle spielen, ist der Guddy-Treff nach seiner Überzeugung enorm wichtig. Wenigstens zeitweise ein Umfeld ohne Alkohol, statt beschimpft zu werden, verständnisvolle Erwachsene vorzufinden, das kann viel dazu beitragen, um im Leben trotz allem den geraden Weg zu erwischen, meint der 79-Jährige, der persönlich im Jahr 1971 in die Spur gefunden hat und seitdem nie mehr Alkohol oder Drogen angerührt hat.

"Es gibt immer Höhen und Tiefen"

Doch bringt die ehrenamtliche Arbeit wirklich etwas? „Es gibt Höhen und Tiefen, Enttäuschung und viel Freude“, bilanziert Büll. Immer wieder möchte er verzweifeln, wenn jungen Leuten nicht besser geholfen werden kann, „weil halt die Eltern das letzte Wort haben“. Immer wieder gibt es aber auch Geschichten wie die von der jungen Frau, deren Freund wie einst er selbst fast nur Alkohol und andere Drogen kannte: „Wir haben ihr ein Gefühl des Zuhauses vermittelt, und ein Jahr später kam auch ihr Freund mit. Der lebt heute noch abstinent.“

Der Guddy-Treff in der Damperhofstraße 26 steht montags bis freitags von 13 bis 19 Uhr allen Kindern und Jugendlichen offen. Angegliedert ist dem Jugendzentrum eine Suchtberatungsstelle. Mehr unter Telefon 96616 oder www.guddytreff.de

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