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Kiel Die Brücke wird zur Chefsache
Kiel Die Brücke wird zur Chefsache
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07:00 14.12.2017
Schlechte Visitenkarte: Oberbürgermeister Ulf Kämpfer will sich nun darum kümmern, dass die Gaardener Brücke nicht länger ein Schandfleck für die Landeshauptstadt ist. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

"Ich hab einfach die Schnauze voll von dem Elend an der Gaardener Brücke", begründet der OB seinen Vorstoß. Die Brücke sei in einem unsäglichen Zustand und vor allem die Situation rund um den Fahrstuhl sei unerträglich, obwohl der fünfmal in der Woche gereinigt werde. "Wir kommen überhaupt nicht dagegen an."

Deshalb will Kämpfer jetzt handeln und legt der Ratsversammlung eine entsprechende Beschlussvorlage vor. In den Haushalt für das kommende Jahr sollen 100000 Euro für die Instandhaltung der Brücke eingestellt werden. 35000 Euro sollen ab dem kommenden Jahr in die Reinigung des Fahrstuhls investiert werden, 10000 Euro mehr als bisher. So will Kämpfer die Reinigung an sechs Wochentagen ermöglichen und auch regelmäßiger Graffiti entfernen lassen. Außerdem beantragt der OB 50 000 Euro in den Haushalt einzustellen, um damit Maßnahmen zu finanzieren, die Beschädigungen der Brücke verhindern und die Sicherheit erhöhen.

"Wichtig ist mir, dass wir nicht mehr nur reparieren und sauber machen, sondern dafür sorgen, dass es gar nicht erst so weit kommt", so Kämpfer. Um Vandalismus zu verhindern, kann er sich beispielsweise die Installation einer Videokamera vorstellen. Auch den Einsatz eines Sicherheitsdienstes auf der Brücke müsste aus Sicht Kämpfer geprüft werden. "Ich kann mir auch einen Concierge-Dienst im Fahrstuhl vorstellen. Also jemanden, der im Fahrstuhl ist und vielleicht auch beim Tragen der Taschen oder mit dem Kinderwagen hilft", so der OB. Der müsse auch nicht jeden Tag, rund um die Uhr da sein, aber tagsüber an Wochentagen würde ja schon reichen.

"Der jetzige Zustand der Brücke trägt außerdem dazu bei, dass sich Vorurteile verfestigen, die es gegenüber Gaarden gibt", betont Kämpfer. Auch aus diesem Grund sei es wichtig, dass sich der Zustand der Gaardener Brücke verändere. Er hofft, dass die Verwaltung bis März kommenden Jahres soweit ist, dass entschieden werden kann, wie sich hier Sicherheit und Sauberkeit langfristig gewährleisten lassen und die Brücke gleichzeitig vor Vandalismus geschützt werden kann.

Von Anne-Kathrin Steinmetz

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