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Kiel Kamera findet "Philae" auf Kometen "Tschuri"
Kiel Kamera findet "Philae" auf Kometen "Tschuri"
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12:30 06.09.2016
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
Foto: Der Hochleistungskamera Osiris an Bord der Raumsonde «Rosetta» gelang es, ein Foto des Landeroboters «Philae» zu machen, der auf dem Kometen «Tschuri» in einem dunklen Spalt festhängt.
Der Hochleistungskamera Osiris an Bord der Raumsonde «Rosetta» gelang es, ein Foto des Landeroboters «Philae» zu machen, der auf dem Kometen «Tschuri» in einem dunklen Spalt festhängt. Quelle: Esa/Rosetta/Mps For Osiris/Mps/Upd/Lam/Iaa/Sso/Inta/Upm/Dasp/Ida
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Das Bild gelang der Hochleistungskamera Osiris an Bord der Raumsonde "Rosetta". Es entstand am 2. September bei einem Flug über den Kometen in einer Höhe von 2,7 Kilometern. "Wir sind überglücklich über ein so detailliertes Bild von "Philae" knapp einen Monat vor Ende der "Rosetta"-Mission", sagte Cecilia Tubiana vom Osiris-Kamerateam, laut Mitteilung.

Auf dem Bild ist der Körper des kühlschrankgroßen Landeroboters zu sehen mit zwei von drei Beinen. Die rein mechanischen Fußgestelle wurden in der Technischen Fakultät (TF) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gefertigt. Das Bild mache klar, warum die Kommunikation mit "Philae" nach der Landung am 12. November 2014 so schwierig gewesen sei.

Drei Tage nach seiner holperigen Landung hatte der Roboter fleißig Daten geliefert, chemische Messungen von Staub und Oberfläche gemacht und mit "Rosetta" den Kometen durchleuchtet, bis seine Batterien leer waren und er in einen sieben Monate langen Winterschlaf fiel. Die Kontaktaufnahme danach war schwierig. Die Forscher fragten sich: Wie steht "Philae" da: schräg, unter einem Stein, in einer kleinen Höhle? Jetzt wissen sie: Er befindet sich in einem dunklen Spalt.

Immer wieder hatten Wissenschaftler Bilder ausgewertet und nach "Philae" gesucht. "Ein letztes Foto von ihm würden wir alle gerne haben", hatte DLR-Sprecherin Manuela Braun unlängst gesagt. Am 30. September soll auch "Rosetta" auf "Tschuri" in den ewigen Winterschlaf gehen. Die gewonnen Daten sollen helfen, die Entstehung des Sonnensystems besser zu verstehen.

dpa

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