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Kiel Dreimal „Meimersdorf Meido“
Kiel Dreimal „Meimersdorf Meido“
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11:10 07.02.2016
Von Karin Jordt
Im Wagen der jüngsten Narren, betreut von Helga Eick (links), fuhr auch das Kieler Kinderprinzenpaar mit: Nick I. (2. von links) und Friederike I. (rechts) sind bereits erfahrene Karnevalisten. Quelle: Karin Jordt
Kiel

Unter dem Motto „Karneval in Meimersdorf eiskalt serviert“ hatten die Narren ihren Prunkwagen als Eisburg dekoriert und rollten entsprechend als Schneemann, Eskimo, Pinguine und Eisbären durch den Stadtteil. Schon im Sommer war mit dem Wagenbau begonnen worden. Bis zur letzten Minute wurde gearbeitet, um die Fahrzeuge zu dekorieren. Mit einem dreifach-donnernden „Meimersdorf Meido!“ und launiger Musik startete der Umzug vom Dorfplatz aus, gut versorgt mit Wurfmaterial: Rund 400 Kilogramm an Süßigkeiten und Spielzeug, so schätzt Präsident Hans-Joachim Flabb, dürften wohl an Bord gewesen sein. Der 63-Jährige stammt aus Solingen und ist Gründungsmitglied der Karnevalsgesellschaft „Meimersdorfer Narren“, die inzwischen 52 Mitglieder hat.

Flabb freute sich besonders über die Unterstützung anderer Vereine und tollitätserfahrener Fastnachtsfreunde aus nah und fern. Mit großem Aufgebot dabei waren der Rhenania Carneval Club und der Carneval-Club Rendsburg. Außerdem marschierten Gäste aus Marne, von der Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß Plön sowie aus Kiel und Umgebung mit. Als Mexikaner verkleidet sorgten die Mitglieder des Musikkorps Rendsburg für fetzige Begleitung. Angeführt wurde die Pappnasenparade von der Nortorfer Spielergarde. „Wir sind das erste Mal hier“, erzählt Maggi Peemöller, erste Vorsitzende des vielfach preisgekrönten Spielmannszugs und verkleidet als Pink Panther. Wie Stabführerin Lisa Paulsen, die als Clown agierte, hatten alle Gardemitglieder die ihre rot-schwarze Uniform gegen bunte Kostüme getauscht und begeisterten mit ihren Showbeiträgen das Publikum.

Dass auch zahlreiche Zuschauer verkleidet erschienen und für Stimmung sorgten, begeistert die Jecken von der Förde. Seit die „Meimersdorfer Narren“ ihre Aktivitäten im Jahr 2008 starteten und einen eigenen Verein gründeten, sind die Umzüge in jedem Jahr etwas gewachsen. Zu den ersten Mitgliedern der Narren gehört auch Carsten Speckheuer: „Ich bin an einem Rosenmontag in Aachen geboren“, versichert er, „das ist kein Scherz.“ Der Karneval im Norden sei nicht vergleichbar mit den tollen Tagen in den Hochburgen, meint er: „Aber schön ist es trotzdem.“ Die passende Mucke kommt aus dem Lautsprecher: „Nach Hause, nach Hause, nach Hause gehen wir nicht…“, tönt es, „O, wie ist das schön!“ und „Wir machen durch bis morgen früh und singen bums fallera…“ Mag ja sein. Aber am Aschermittwoch ist alles vorbei. Für die Meimersdorfer Narren endet dann eine anstrengende Session voller Termine mit einem entspannten Fischessen. „Wir sind zufrieden“, zieht Präsident Flabb Bilanz. 

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