Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Kiel Kaufleute kritisieren Weihnachtsmarkt
Kiel Kaufleute kritisieren Weihnachtsmarkt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:00 28.02.2019
Von Oliver Stenzel
Helga Schlame und Faule Mildenberger (von links) zählten zu den ersten Besucherinnen des Weihnachtsmarktes am Minetti-Platz. Der steht nun in der Kritik. Quelle: Oliver Stenzel
Anzeige
Kiel

Während Wolfgang Sabrowsky aufgrund seines erfolgreich etablierten Weihnachtsmarkts auf dem Rathausplatz vielerorts die entsprechende Kompetenz attestiert wird, gingen die Mitglieder des Vereins „Die Holtenauer“ bei ihrer Jahreshauptversammlung im Gemeindezentrum der Ansgarkirche hart mit ihm ins Gericht.

„Das Niveau war absolut nicht okay“, bilanzierte Vorstandsmitglied Stefan Schneider im Hinblick auf den ersten Weihnachtsmarkt der Holtenauer, den Sabrowsky 2018 in Kooperation mit dem Verein auf dem Bernhard-Minetti-Platz organisiert hatte. Technisch, hinsichtlich der äußeren Anmutung und auch des gastronomischen Angebots sei der kleine Markt meilenweit von dem auf dem Rathausplatz erlebbaren Niveau entfernt gewesen, das eigentlich sein Vorbild hätte sein sollen. Ein Grund hierfür habe wohl auch darin gelegen, dass Sabrowsky die konkrete Umsetzung des Holtenauer-Marktes delegiert habe, ohne den Verein darüber zuvor zu informieren, betonte Silke Aumann vom Vorstand.

Anzeige

Veranstalter verweist auf Generalunternehmer

Auch aus Sabrowskys Sicht hat sein Einsatz eines „Generalunternehmers“ für den Holtenauer-Weihnachtsmarkt Probleme provoziert: „Meine Einschätzung deckt sich tatsächlich mit der des Vereins. Es ist viel schief gelaufen, aber der Generalunternehmer hat diese Fehler nicht ernst genommen. Man hätte die Sache in dieser Situation nur abbrechen können – das ging natürlich nicht.“ Nichtsdestotrotz sei der Markt sehr gut angenommen worden, sagte Sabrowsky, der den Minetti-Platz in diesem Jahr gerne wieder bespielen möchte – und dann auch dort das von ihm gewohnte Niveau bieten will.

Im März wird über die nächste Saison verhandelt

Dass Sabrwoskys Eventfirma Grandezza & Epa in diesem Jahr eine zweite Chance bekommen könnte, sorgte unter den Kaufleuten für Kritik. „Ich halte ihn für einen unseriösen Geschäftsmann“, bekannte etwa Klaus Koch, Inhaber des Restaurants Nil. Jan-Christoph Kersig, der Geschäftsführer von Kersig Immobilien, führte dagegen an, dass es auch auf dem Rathausplatz eine schwierige Startphase gegeben habe, nach der sich der dortige Weihnachtsmarkt gut entwickelt habe.

Im März will der Verein nun mit Sabrowsky über die nächste Saison verhandeln. „Es ist noch nichts in trockenen Tüchern“, betonte der Vorsitzende Marten Freund und verwies auf weitere Bewerber, die bereitstünden, falls man sich nicht einig werden sollte. Weitergeführt werden soll der Markt auf jeden Fall – denn trotz der zahlreichen Kritikpunkte fiel das Echo der Besucher insgesamt positiv aus.

Weitere Nachrichten aus Kiel finden Sie hier.

Kiel Kult an der Kiellinie - Fischbar muss sich neu bewerben
Oliver Stenzel 28.02.2019
28.02.2019
Kiel Sprengung in Kiel-Gaarden - Bombe zerstörte Minigolfanlage
Jürgen Küppers 27.02.2019