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Kiel Kein Platz für Seeleute am Ostseekai
Kiel Kein Platz für Seeleute am Ostseekai
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10:47 02.02.2013
Von Frank Behling
Der Ostseekai ist nach Ansicht der Seemannsmission der ideale Standort für die Betreuung der Seeleute von Kreuzfahrtschiffen. Mit dem ersten Bauantrag stieß man bei der Bauverwaltung aber nicht auf Gegenliebe. Quelle: Frank Behling
Kiel

„Der Nautische Verein zu Kiel begrüßt die Initiative ausdrücklich. Besonders die Crewmitglieder haben an Bord kaum eine Verschnaufpause“, sagte der Kieler NV-Vorsitzende Jürgen Rohweder jetzt beim Nautischen Essen. 526 dieser Center gibt es in 126 Ländern bereits, darunter auch in Hamburg. Da werde es Zeit, dass in Kiel auch so ein Pavillon gebaut werde.

 Die Planungen dafür sind auch fertig. Der Bauantrag für den Pavillon am Ostseekai wurde jedoch abgelehnt. Kiels Bürgermeister und Stadtrat für Stadtentwicklung, Peter Todeskino, verteidigt die Ablehnung. „Wir sehen die soziale Seite sehr wohl, es gibt aber auch andere Aspekte. Das Hafenvorfeld soll nicht noch weiter zugestellt werden“, erklärte Todeskino die Entscheidung. Die Bauverwaltung sei aber dennoch gesprächsbereit und an einer Lösung interessiert. „Die könnte auch in den vorhandenen Gebäuden zu finden sein“, schlägt Todeskino vor. „In den Terminals gibt es jedoch kaum noch Reserven“, hält Seehafen-Sprecher Ulf Jahnke dagegen. Man habe aus Platzgründen bereits das Gepäckhandling aus dem Terminal in provisorisch aufgebaute Zelte verlagern müssen.

 „Wir sind an einer Lösung interessiert, die für die Seeleute und Besatzungsmitglieder möglichst nah am Schiff ist. Der Pavillon wäre auch als mobile Lösung denkbar“, sagt Jochen Hinz, Vorsitzender der Deutschen Seemannsmission Kiel. Die Finanzierung ist ebenfalls geklärt. „Wir haben von der internationalen Transportarbeitergewerkschaft ITF einen Bescheid über 50000 Euro für eine Förderung des Baus“, erklärte Hinz.