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Kiel Keine Hoffnung für Kieler Marinearsenal
Kiel Keine Hoffnung für Kieler Marinearsenal
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09:13 17.04.2012
Keine Hoffnung mehr für das Marinearsenal. Foto: Carsten Rehder/Archiv
Kiel

"Das ist schon sehr enttäuschend", sagte der schleswig-holsteinische SPD-Abgeordneten im Bundestag, Hans-Peter Bartels, am Montag. Er reagierte damit auf die Antwort des Ministeriums, die er auf eine schriftliche Anfrage erhalten hatte. Darin wird bestätigt, dass "die Schließung des Arsenalbetriebes in Kiel festgeschrieben" ist. Große Teile sollen wie geplant im Zuge der Bundeswehrreform nach Wilhelmshaven verlegt werden.

Damit sei klar, dass in Kiel die rund 700 Arbeitsplätze für die Reparatur und Instandsetzung von Marineschiffen wegfallen, sagte Bartels. "Es bleiben vielleicht 30 Leute." Der SPD-Politiker hatte eine Anfrage an das Ministerium gerichtet, weil er wissen wollte, was aus der Zusage von Minister Thomas de Maizière (CDU) geworden war. Dieser hatte bei einem Besuch in Kiel im Januar versprochen, er wolle prüfen, wie viel Arbeit in dem Arsenal künftig noch geleistet werden solle und was dies für die Stellen bedeute.

Der Betrieb von zwei eigenständigen Arsenalen in Kiel und Wilhelmshaven sei nicht mehr zu rechtfertigen, heißt es in dem Schreiben. In Kiel sollten nur Spezialbereiche wie die Sehrohr-Werkstatt bleiben. Bei größerem Bedarf würden hier Mitarbeiter des Arsenalbetriebs in Wilhelmshaven eingesetzt.

dpa