Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Kiel Film-Doku lockte 600 Besucher ins Kino
Kiel Film-Doku lockte 600 Besucher ins Kino
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
06:00 14.01.2019
Von Jürgen Küppers
Freuten sich über ein volles Haus mit 600 Besuchern im Cinemaxx (v. li): KN-Chefredakteur Christian Longardt sowie die Filmautoren Claus Oppermann und Gerald Grote. Quelle: Frank Peter
Anzeige
Kiel

Erinnerungen an die Zeit, als Schleswig-Holstein unter meterdicken Schneedecken zu versinken drohte, hatte Besucherin Sandra Stoltenberg zwar nicht. Trotzdem ist ihr Leben eng mit der Katastrophe verknüpft.

Dass sie am 2. Januar 1979 per Kaiserschnitt im Preetzer Krankenhaus überhaupt zur Welt kommen konnte, hat sie einem beherzten Bundeswehr-Einsatz zu verdanken: „Ein Panzer aus der Lütjenburger Kaserne musste sich durch den meterhohen Schnee zu unserem Haus in Schwartbuck kämpfen und meine Mutter ins Krankenhaus bringen. Die Feuerwehr hatte es vorher einfach nicht geschafft.“

Surfsegel im Schnee als Signal für den Hubschrauber

Auch die damals hochschwangere Mutter von Jonas Barnstedt hätte es fast nicht mehr aus ihrem komplett eingeschneiten Haus in Köhn ins Krankenhaus geschafft. Erst ein Hubschrauber ermöglichte den Transport. „Damit der Pilot überhaupt wusste, wo er landen soll, rammte mein Vater sein Surfsegel in den Schnee vor dem Haus.“

Wie gut sich noch viele Menschen an diese arktischen Zeiten im Norden erinnern konnten, wunderte den Co-Autor des „Schnee von gestern“-Films, Gerald Grote, nicht. „Diese Katastrophe hat sich tief in das kollektive Gedächtnis eingebrannt, schließlich gibt es nicht viele Ereignisse solcher Ausmaße in Schleswig-Holstein.“

30 Stunden Schmalfilm für 55 Minuten-Doku

Dutzende solcher Geschichten aus dem Katastrophen-Winter vor 40 Jahren hat Grote mit seinem Kollegen Claus Oppermann für den 55-Minuten-Film „Schnee von gestern“ zusammengetragen und mit Schmalfilmen aus Privatbesitz illustriert. „Natürlich konnten wir aus dem 30 Stunden umfassenden Material nur einen Bruchteil für den Film verwenden“, berichtete Claus Oppermann nach der Vorführung im Podiumsgespräch mit KN-Chefredakteur Christian Longardt.

Trotzdem sei gerade dieses Privat-Material der Grund dafür, dass sich auch 40 Jahre nach der Katastrophe immer noch so viele Menschen für den Film interessierten: „Denn gerade der private Blick auf das Geschehen hinter den Schneewehen weckt auch wieder die eigenen Erinnerungen der Zuschauer.“

Weitere Nachrichten aus Kiel finden Sie hier

Das verbinden Schleswig-Holsteiner mit der Schneekatastrophe

Ein "total entspannter Abend", erinnert sich Sonja Zipkat an die Silvesternacht in Kiel-Ravensberg – bis etwa 0.30 Uhr: Dann explodiert die Pyro-Fontäne einer Gruppe junger Männer. Ein Teil fliegt in Zipkats Kapuze. Sie landet schwer verletzt in der Notaufnahme und will Aufklärung – und warnen.

Niklas Wieczorek 13.01.2019

Nach fast drei Stunden endete der Freitagabend in der ausverkauften Sparkassen-Arena mit tosendem Applaus der rund 9000 Besucher. Denn die 32. Auflage des "Feuerwerks der Turnkunst" war reich gespickt mit artistischen Höhepunkten, die das Prädikat "Weltklasse" verdienten.

Jürgen Küppers 12.01.2019
Kiel Poesie des Paddelns - Narren übernehmen Kieler Rathaus

Pünktlich um 11.11 Uhr zogen die Tollitäten des Komitees Kieler Karneval ins Rathaus. Bis Aschermittwoch übernehmen sie das Regiment. Auch die Oberhäupter der Stadt zeigen sich von ihrer närrischen Seite.

Karina Dreyer 12.01.2019