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Kiel So sieht der neue Schwimmsteg aus
Kiel So sieht der neue Schwimmsteg aus
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18:24 26.07.2019
Von Kristiane Backheuer
Die neue Badestelle an der Kiellinie wurde am Freitagnachmittag eröffnet. Quelle: Frank Peter
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Kiel

Obwohl der Schweiß bei der feierlichen Eröffnung bei den Beteiligten in Strömen floss, zeigte sich Stadtrat Gerwin Stöcken hochzufrieden. "Es ist klasse, dass jetzt zu diesen hochsommerlichen Temperaturen eine weitere Stelle zur Abkühlung geschaffen wird", sagte er unter praller Sonne. "In Zusammenarbeit mit Kiel-Marketing haben wir eine tolle pragmatische Lösung gefunden, die wir nun noch in den Sommerferien präsentieren können."

180.000 Euro kostete der neue Badesteg in Kiel

180.000 Euro hat das Projekt gekostet. Der Munitionsräumdienst musste die Förde zunächst auf gefährliche Kriegsaltlasten hin untersuchen. Statik und Bau bargen zudem noch einige Herausforderungen.

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Hier sehen Sie Fotos vom Badesteg an der Kiellinie. 

Zwei Dalben wurden in den Fördeboden gerammt, um den rund 20 Meter langen Badesteg zu befestigen. Bisher gibt es nur eine vorläufige Zuwegung zum Steg, die dann 2020 durch einen barrierefreien Zugang ersetzt wird. So können dann auch Rollifahrer das neue Angebot nutzen.

Badeaufsicht übernehmen Mitarbeiter des Segelcamps

Stundenweise übernehmen Mitarbeiter des 24/7-Segelcamps sowie die Wasserwacht die Badeaufsicht. Auch die Toiletten des Camps dürfen die Schwimmer mit nutzen. Die Wasserqualität der Förde sei übrigens top, bestätigte die Pressestelle der Stadt Kiel.

Interaktive Karte: Badestellen an der Kieler Förde

Mit dem neuen Badesteg hat die Stadt Kiel auf die vielen Wildbader im vergangenen Sommer reagiert. Diese hatten sich immer häufiger illegal auf den Stegen der Wassersportvereine getummelt und für ordentlich Ärger gesorgt. Teilweise hatten sich die Schwimmer im Bereich der Fahrrinne der Schiffe sogar in Lebensgefahr gebracht.

Im sonstigen Hafenbereich gilt weiterhin Badeverbot

Die neue Badezone nun ist 1200 Quadratmeter groß und mit Bojen begrenzt. In den anderen Bereichen gilt weiterhin Badeverbot. Die Stadt kündigte bereits an, in diesem Jahr stärker das Wildbaden zu kontrollieren.

Bußgeld für Wildbader

Wie hoch die Strafe beim Wildbaden ist, regelt der bundesweite Bußgeldkatalog. Wer das „Schwimmen-verboten-Schild“ missachtet begeht laut § 50 Absatz 1 Nr. 2 des Bundeswasserstraßengesetzes eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von bis zu 5000 Euro belegt werden kann. 

Badeverbote gelten unter anderem bei gefährlichen Strömungen, übermäßigem Schiffsverkehr, verunreinigten und umgekippten Gewässern oder bei gesundheitsschädlicher Algenblüte. In der Regel sprechen die Städte und Gemeinden ein Badeverbot aus. Im Falle einer Zuwiderhandlung greift das bundesweit gültige Bundeswasserstraßengesetz (WaStrG). Aufgrund von Strömungsverhältnissen und Schiffsverkehr wie in Kiel gilt häufig ein Schwimmverbot im Hafenbereich, an Brücken, an Fähren und Schiffsanlegeplätzen.

Wo das Baden in Kiel erlaubt und verboten ist

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