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Kiel Suche nach Alternativen zur Bannmeile
Kiel Suche nach Alternativen zur Bannmeile
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08:10 21.08.2018
Von Jürgen Küppers
Schlecht sehen, schlecht gesehen werden: Wenn Schüler aus "Elterntaxis" aussteigen, müssen sie auf den letzten Metern bis zur Schule besonders gut aufpassen.  Quelle: Frank Peter
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Kiel

Trotz unterschiedlicher Alternativvorschläge waren sich verkehrspolitische Sprecher der Ratsfraktionen sowie Bildungsdezernentin Renate Treutel einig: Es bestehe Handlungsbedarf, um die oft chaotischen Verhältnisse vor Schulen und damit Gefahren für Kinder in den Griff zu bekommen.

Renate Treutel hielt den Bannmeilen-Vorschlag mit Blick auf die Straßenverkehrsordnung rein rechtlich betrachtet für „schwierig“ und „zu kurz gegriffen“. Andererseits sei er aber auch „hilfreich, um möglichst schon im kommenden Jahr Größeres in Gang zu setzen“.

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Kompromisse brauchen Zeit

Damit meinte die Dezernentin einen Dialog mit Schulen, Eltern, Ordnungsamt, Verkehrswacht oder Polizei. „Denn es geht darum, möglichst für das kommende Jahr Kompromisse zu finden, die möglichst viele Interessen unter einen Hut bringen. Aber das geht nicht auf Knopfdruck.“

Für verschärfte Kontrollen mit mobilen Blitzanlagen plädiert der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Rainer Kreutz. „Denn in der morgendlichen Hektik fahren viele Eltern in den Tempo-30-Zonen vor den Schulen deutlich zu schnell“, erklärt der Ratsherr, der selber Polizeibeamter ist.

Pro und Kontra zu mehr Kontrollen

Auch Achim Heinrichs, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, sieht nur eine wirksame Möglichkeit zur Eindämmung des Problems: „Die Zahl von Mitarbeitern im Ordnungsamt so aufzustocken, dass umfangreichere Kontrollen möglich werden.“

Andrea Hake hingegen glaubt nicht an die Wirksamkeit von Kontrollen und Strafen. Stattdessen schlägt die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen vor, Haltepunkte wie zum Beispiel Nebenstraßen oder Parkplätze in der Nähe von Schulen zu identifizieren und zu kennzeichnen. Von dort aus könnten die Kinder dann die letzten Meter ohne Querungen von Hauptstraßen so gefahrlos wie möglich zu ihren Schulen kommen.

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