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Kiel Viel Lob von Experten für "Kiel Höfe"
Kiel Viel Lob von Experten für "Kiel Höfe"
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19:23 19.11.2019
Von Steffen Müller
Im Forum Baukultur in der Waisenhofstraße in Kiel stellte Julian Weyer vom Beirat für Stadtgestaltung das KN-Bauprojekt "Kiel Höfe" vor. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

"So etwas habe ich lange nicht mehr gesehen", sagte der Landschaftsarchitekt A.W. Faust aus Berlin. "Dieser große öffentliche Raum ist etwas, das man sonst nur in Italien oder Spanien findet." Für seine Kollegin Ingrid Spengler, die auch als Stadtplanerin tätig ist, sind die "Kiel Höfe" ein wesentlicher Baustein für die Verbindung des öffentlichen Raums in Kiel.

Beiratsmitglied Julian Weyer, der in der Jury des Architekturwettbewerbs saß, stellte den rund 60 Besuchern der öffentlichen Beiratssitzung die Pläne für das Projekt vor und sprach von einem "ambitiösen Vorhaben", das in allererster Linie Stadtraum schaffen soll. 

Gastronomie, Kultur, und modernes Arbeiten

Auf dem Areal der ehemaligen Druckerei planen die Kieler Nachrichten ein mischgenutztes Quartier mit drei Neubauten. Zwischen Fleethörn, Treppenstraße und Hohe Straße ist Platz für lokalen Handel, Gastronomie, Kulturangebote, Flächen für modernes Arbeiten und eine Kindertagesstätte vorgesehen.

Auf dem Areal der Kieler Nachrichten soll ein neues Stadtquartier entstehen.

Architektonisch soll dies mit Hilfe von verbundenen Höfen gelingen. Nahezu alle Außenbereiche des Grundstücks sollen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Auch Teile der Dachflächen auf dem KN-Areal werden für die Besucher der "Kiel Höfe" geöffnet. 

Ehemalige Rotationshalle wird Veranstaltungsort

Einen wichtigen Teil des Konzepts nimmt der Bau einer Markthalle ein, die den Asmus-Bremer-Platz und die Straße Mühlenbach mit dem Europaplatz und damit auch der Fußgängerzone verbinden soll. Geplant ist außerdem, dass die ehemalige Rotationshalle an der Treppenstraße, die seit vielen Jahren leer steht, zu einer Veranstaltungshalle umgebaut wird. 

Willen der Bürger berücksichtigt

Umgesetzt wird das Projekt von "Effekt Architects" aus Kopenhagen. Die dänischen Architekten, deren Entwurf bei dem städtebaulichen Wettbewerb Sieger wurde, haben in ihre Planungen die Ergebnisse der Umfrage "Typisch Kiel" einfließen lassen, in der die Kieler Nachrichten Anfang des Jahres ihre Leserinnen und Leser gebeten hatten, ihre Einschätzung zur Landeshauptstadt abzugeben.

Entsprechend soll die Gestaltung des neuen Stadtquartiers "offen" und "freundlich" sein und viele Grünflächen sowie einen Bezug zum Wasser haben. 

Kieler Nachrichten zeigen ihren Innenhof

Die komplette Umsetzung des Projekts mit Kosten im zweistelligen Millionenbereich wird vermutlich bis Mitte des nächsten Jahrzehnts dauern. Bereits 2020 wollen die Kieler Nachrichten erstmals ihren Innenhof am Verlagsgebäude bei verschiedenen Veranstaltungen für Besucher öffnen.

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