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Kiel Kiel: Briten auf Adventskreuzfahrt
Kiel Kiel: Briten auf Adventskreuzfahrt
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00:16 05.12.2012
Von Frank Behling
Im Ostseekai lief Weihnachtsmusik, an der Gangway wartete der Weihnachtsmann und das Wetter war winterlich Quelle: Frank Behling
Kiel

Nach der Passkontrolle gab’s für die 650 britischen Seereisenden Mandarinen, Süßigkeiten,  Stadtplänen und Tipps für den Landgang in der Landeshauptstadt. „Das wurde sehr gut angenommen“, sagte Arno Henkel, der zusammen mit seiner Frau Vilodia um 7.30 Uhr am Morgen in Weihnachtskostüme vor der Seehafen-Infowand Position auf die Gäste aus England  wartet.

Briten mit der "Black Watch" auf Adventskreuzfahrt in Kiel

Bei den britischen Passagieren des 205 Meter langen Kreuzfahrtschiffs „Black Watch“ kam die Begrüßung sehr gut an. „Das passt doch gut zum ersten Advent“, sagt Kevin Miller aus Manchester, der sich nach dem Frühstück an Bord zum Landgang in die Innenstadt aufmachte und die Nikolai-Kirche sowie den Weihnachtsmarkt auf seinem Tourplan hatte.  Der Brite hatte kein Problem mit dem Wetter. „Genau richtig für die Jahreszeit, immerhin ist es hier kälter als zuhause“, sagt er.  Und auch Dorothee Philips aus London hat mit dem Wetter kein Problem. „Das Wetter ist uns egal. Wenn wir das nächste Mal  kommen, müssen aber die Geschäfte offen sein. Wir haben deshalb nicht einen Penny hier ausgegeben. Bei uns daheim haben einige Geschäfte auch sonntags auf“, sagt die Britin nach dem zweistündigen Bummel durch Kiel. Ihr Begleiter Geofrey Walker hat besonders den Spaziergang genossen. „Das hatten wir auf dieser Kreuzfahrt nicht ganz so oft. Die Hafenbesuche in Kopenhagen und Helsinki mussten gestrichen werden. Da ist Zeit für Spaziergänge natürlich schön“, erzählt der der Brite nach dem Bummel. „Warum haben in Kiel die Museen geschlossen?  Wir wären gern ins Schifffahrtsmuseum gegangen“, fragt sich Walker. Hätte er das vorher  gewusst, wäre er nach Laboe gefahren. „Ein Teil der Passagiere macht einem Ausflug zum Marineehrenmal nach Laboe. Dafür musste man sich aber vorher anmelden“, sagt Walker.

Die „Black Watch“ blieb bis 14 Uhr am Ostseekai und verließ die Landeshauptstadt in Richtung Southampton. Das Schiff gehört zur Flotte der Reederei Fred Olsen, die regelmäßig auch im Winter von England aus Kreuzfahrten anbietet. Bislang sind die Schiffe jedoch an Kiel vorbei in die Ostsee gefahren. „Das hat sich jetzt geändert. Kiel ist auch ein attraktives Ziel“, sagt Marko Neuhäuser von der Reederei Agentur NSA. Für das nächste Jahr hat die Reederei auch schon wieder einen Besuch im Dezember 2013 angemeldet. In diesem Jahr wird am 15. Dezember noch ein zweiter Adventskreuzer kommen. Dann ist es die mit deutschen Passagieren fahrende „Amadea“ der Reederei Phoenix aus Bonn. Das Schiff passierte am Sonnabend den Nord-Ostsee-Kanal auf dem Weg zum Nordkap.