Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Kiel Darum leuchten die Lichterketten schon
Kiel Darum leuchten die Lichterketten schon
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
07:55 22.11.2019
Von Steffen Müller
Das Weihnachtsdorf auf dem Rathausplatz ist schon vor dem Start hell erleuchtet. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Anzeige
Kiel

Über 1000 Meter Lichterketten-Kabel sind auf dem Rathausplatz für das Weihnachtsdorf verlegt worden, am Asmus-Bremer- und Holstenplatz hängen 85 LED-Sterne in den Bäumen und 1500 Meter LED-Girlanden an den Ständen. Denn viele Stände und Buden erstrahlen schon Tage vor dem offiziellen Start am Montag in hellem Licht. Insbesondere am Rathaus leuchten bereits jetzt mehr Lichterketten als im Vorjahr – trotz Klimanotstands und deutlich vor Totensonntag.

Bisherige Illuminationen sind Testläufe

"Ungewöhnlich“ finden das einige Besucher der City. Ist es wirklich nötig, vor Beginn des Weihnachtsmarktes die Festtagsbeleuchtung anzuknipsen? Sowohl die Stadt als Veranstalter der Märkte auf dem Asmus-Bremer- und dem Holstenplatz als auch der Organisator des Weihnachtsdorfes vor dem Rathaus, Wolfgang Sabrowsky, weisen darauf hin, dass es sich bei der bisherigen Illumination um Testläufe handelt.

Beleuchtung wird am Totensonntag ausgeschaltet

"Es ist wie bei einer Zirkusaufführung, da müssen die Artisten vor der Vorstellung auch proben", sagt Event-Manager Sabrowsky. Um zu sehen, ob die Technik funktioniert, sei es notwendig, dass die Lampen über einen längeren Zeitraum laufen. Dazu gehören auch die Leuchten am Rathaus, die Sabrowsky ebenfalls betreibt. In den kommenden Tagen soll die Beleuchtung nach und nach zurückgefahren werden. Am Totensonntag wird sie komplett ausgeschaltet sein.

Lesen Sie auch:Das ist neu auf dem Weihnachtsmarkt

Auch auf dem Asmus-Bremer- und Holstenplatz testen die Standbetreiber während der abschließenden Aufbauarbeiten ihre Lichter. "Die dekorative Beleuchtung wird erst am Montag eingeschaltet", teilte die Stadt mit. Ein vorweihnachtliches Beleuchtungsverbot am Rathausplatz kann es nicht geben. "Solche Vorgaben sind nach dem Straßen- und Wegegesetz mangels bundesrechtlicher Vorgaben rechtswidrig."

Mehr Beleuchtung trotz Klimanotstands

Dass im Weihnachtsdorf die Beleuchtung von Jahr zu Jahr zunimmt und das Rathaus mit immer mehr Lichterketten behängt wird, kann die Stadt trotz verhängtem Klimanotstand nicht ändern. Dafür sei der Veranstalter zuständig. Die Stadt betont aber auch, dass die Beleuchtung für den Veranstaltungserfolg notwendig sei.

Veranstalter wollen Strom sparen

Den Stromverbrauch auf dem Weihnachtsmarkt zu reduzieren, sei für die Stadt als Veranstalterin auf Holsten- und Asmus-Bremer-Platz nicht erst seit dem Beschluss zum Klimanotstand ein Thema. Bereits in den Jahren zuvor wurde die gesamte Beleuchtung auf LEDs umgestellt, um den Energieverbrauch zu minimieren. Außerdem sorge die zentrale Spülstation für den Holstenplatz dafür, dass das überwiegend verwendete Mehrweggeschirr mit dem geringstmöglichen Strom- und Wasserverbrauch gespült werde. Wie viel Strom für den Weihnachtsmarkt benötigt wird, kann die Stadt nicht sagen, da sie die Verbräuche der Standbetreiber nicht kennt.

Das ist der Totensonntag

Am Totensonntag wird in der evangelischen Kirche der Verstorbenen gedacht. Begangen wird der Tag stets am letzten Sonntag vor dem ersten Advent. Die Feiertagsgesetze aller Bundesländer definieren den Totensonntag als Trauer- und Gedenktag, an dem viele Großveranstaltungen nicht stattfinden dürfen. Aus Rücksicht auf die Kirche beginnen die meisten Weihnachtsmärkte in Deutschland in erst nach dem Totensonntag.

Weitere Nachrichten aus Kiel lesen Sie hier.

Kiel Kieler Ratsversammlung Gemeinsam gegen Antisemitismus

Nach einer leidenschaftlichen Debatte hat die Kieler Ratsversammlung am Donnerstagabend einmütig eine Resolution gegen Antisemitismus verabschiedet – am Schluss sogar einstimmig, aber trotz ihrer Zustimmung war die AfD im Rat isoliert.

Michael Kluth 21.11.2019
Kiel Kieler Literaturprojekt DDR-Punk wird emotional wiederbelebt

Wie kann man Schülern Texte auf unübliche Art nahebringen? Der Büchereiverein Dietrichsdorf finanziert an drei Schulen des Stadtteils Literaturprojekte. Die Toni-Jensen-Gemeinschaftsschule präsentiert am Freitag, 22.November, die Ergebnisse ihrer Workshops von Poetry-Slam bis Punk.

Annette Göder 21.11.2019

Sie deckte jahrelang den mutmaßlichen Täter eines brutalen Mordes in Neumünster und gab ihm ein Alibi - auch wegen der gemeinsamen Kinder. Sieben Jahre nach der Tat sagte sie gegen ihren Ex-Verlobten aus. Strafverteidiger Uwe Maeffert sprach im Gerichtssaal von einer „präparierten Zeugin“.

Thomas Geyer 21.11.2019