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Kiel Kieler Delfin hat offenbar die Förde verlassen
Kiel Kieler Delfin hat offenbar die Förde verlassen
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08:21 05.01.2017
Von Kristiane Backheuer
Dass sich Delfine auch im Winter in der Ostsee wohlfühlen können, beweist dieses Foto aus dem Februar – aufgenommen in der Flensburger Förde Quelle: dpa
Kiel

Er begleitete Schiffe, schwamm durch die Holtenauer Schleuse in den Nord-Ostsee-Kanal, schaute Tauchern in Eckernförde in die Unterwasserkamera und war ein prima Spielkamerad, wo immer Badende im Wasser auftauchten. Doch seit Anfang Dezember gibt es keine aktuellen Sichtungen in der Kieler Förde mehr. Eine Meldung aus Dänemark lässt allerdings aufhorchen. Und auch die Experten können sich durchaus vorstellen, dass uns ein weiterer Delfinsommer bevorsteht.

Anfang Dezember verlor sich seine Spur

Noch am 2. Dezember hatte sich Fiete in der Holtenauer Südschleuse mit dem Offshore-Versorger „EDT Jane“ in den Kanal eingeschleust, berichtete ein Nutzer der Facebook-Seite „Delphine in Kiel“. Wenig später wurde der Meeressäuger im Tirpitzhafen bei den Minenjägern gesichtet. Dann tauchte er in der Schwentine direkt neben der Fähre auf. Am 4. Dezember trifft der Eckernförder Taucher Thorsten Peuster den Großen Tümmler. „Er wirkte ganz entspannt und ruhig, gut genährt und gesund.“ Auch die Verletzung unter dem linken Auge sei schon gut verheilt, schildert er. „Dann verliert sich die Spur“, sagt der Kieler Walexperte Boris Culik. Da er direkt in Heikendorf wohnt, wirft er täglich einen Blick auf die Ostsee.

Kehrt Fiete mit Damen zurück?

Aber zum Glück ist unsere Welt gut vernetzt. Ein Bericht aus Dänemark lässt jetzt die Herzen der Delfinfreunde höher schlagen. Vor Aarhus wurden drei Delfine gesehen und teilweise auch gefilmt. „Einer davon ist sehr zutraulich“, schildert Boris Culik. „Das könnte Fiete sein. Auch Selfi und Delfi könnten dabei sein.“ Der Weg raus aus der Ostsee in den Atlantik führt durch den Kleinen und Großen Belt. Genau da also, wo sie gesichtet wurden. „Es ist schon erstaunlich, was Delfine für ein großes Streifgebiet haben“, so Culik. „Ich kann mir aber gut vorstellen, dass die Jungs zurückkommen, sobald die Heringszeit einsetzt. Nun kennen sie sich hier ja aus.“ Schmunzelnd fügt er hinzu: „Und vielleicht bringen sie dann ja auch mal ein paar Damen mit.“

Wird die Ostsee zum dauerhaften Lebensraum?

„Her mit den Mädels“, sagt auch Ulrich Karlowski von der Gesellschaft zur Rettung der Delfine in München. „Nach allem, was wir wissen, sind bisher nur Männchen in der Ostsee. Das ist leider keine Grundlage für eine Population.“ Ansonsten sei die Basis für eine dauerhafte Ansiedlung der Säugetiere da, die bisher in allen Weltmeeren, aber auch im Mittelmeer und inzwischen schon in der Nordsee beheimatet sind. „Es gibt genug Nahrung und auch die Gefahr durch Stellnetzfischerei scheint die Delfine im Moment nicht negativ zu beeinflussen.“ Der Biologe geht davon aus, dass mindestens fünf bis sechs Tiere zurzeit vor Dänemark unterwegs sind. „Wir sehen aber meist nur drei, vermutlich Selfi, Delfi und Fiete. Das sind sehr gesellige Tiere.“ Sobald weibliche Delfine dazukämen, stünde einer Vermehrung nichts mehr im Weg und damit auch einer dauerhaften Eroberung des Lebensraums Ostsee.

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