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Kiel Neuer Eigentümer für Margaretental
Kiel Neuer Eigentümer für Margaretental
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12:12 28.08.2019
Von Karina Dreyer
Viele Jahre stand sie leer: Nach dem Verkauf könnte die Gaststätte Margaretental in Kiel-Suchsdorf nun zu neuem Leben erwachen. Quelle: Karina Dreyer
Kiel

Damit wird die Hoffnung vieler Suchsdorfer genährt, dass in dem roten Backsteingebäude wieder Leben einziehen und zum Blick auf den Kanal einladen könnte.

Im Juni wurde die 1925 erbaute Gaststätte mit einem großen Saal, einer Veranda, Gast- und Schankstube, Küche sowie einer Dachgeschosswohnung für 385000 Euro im Immobilien-Journal der Kieler Nachrichten angeboten. Gerüchten zufolge soll es drei Interessenten gegeben haben. Einer hat zugegriffen, doch offiziell bekannt hat sich dazu noch niemand.

Nicht nur in Suchsdorf ist der Wunsch nach Gastronomie groß

Das Lokal „Margaretental“ hat seine eigene Historie und liegt den Suchsdorfern am Herzen. Nicht nur in dem Stadtteil wünschen sich viele Menschen, dass dort wieder Gastronomie einzieht.

Die Gastwirtschaft steht an der Stelle, wo die einstige Landstraße entlangführte, die Kiel mit dem Herzogtum Schleswig und die Levensau verband. 1844/46 wurde die Straße zur Chaussee ausgebaut und verlief nach dem Bau des Nord-Ostsee-Kanals über die Levensauer Hochbrücke, auf der auch die Eisenbahnlinie ihren Platz fand.

Die Geschichte der Gaststätte begann mit dem Bau des Kanals in Kiel

Die Geschichte der Gaststätte an der Alten Chaussee 40 beginnt als Barackenkantine, die beim Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals von 1887 bis 1895 die Arbeiter versorgte. Fritz Restorff betrieb die Gastwirtschaft seit 1896 unter dem Namen „Louisenhöh“. 1911 kam es zur Zwangsversteigerung des Grundstücks. Robert Gohlke, ein ehemaliger Zahlmeister der Kaiserlichen Marine, erhielt den Zuschlag und führte das Lokal unter dem Namen „Margaretental“ fort. 1924 vernichtete ein Brand die Holzbauten vollständig.

1925 wurde die idyllisch am Kanal gelegene Gastwirtschaft wieder aufgebaut, allerdings ohne den eigenen Schiffsanleger, der bis zu seinem Ende 1909 von vielen Ausflugsschiffen genutzt wurde. Ende der 1940er-Jahre wurde die Gaststätte erweitert und modernisiert. Nachdem sich die Gaststätte 90 Jahre im Besitz der Familie Gohlke befand, setzte sich die Enkelin der ersten Betreiber, Anfang Mai 2001 zur Ruhe und schloss das Lokal. Eigentümerin wurde dann Anette Fischer, die ein Puppenmuseum und die Erweiterung des Margaretental-Geländes plante. Doch die Pläne scheiterten, das Gebäude blieb leer. Grund: Seit 2007 hatte sie die Baugenehmigung, jedoch fehlten ihr für die Umsetzung EU-Fördermittel.

Stadt Kiel schreibt Nutzung als Gaststätte vor

Nach 18 Jahren Ruhe könnte „Margaretental“ nun aus dem Dornröschenschlaf hinter Gittern und Büschen erwachen - vielleicht sogar als Gastwirtschaft. Denn laut städtischem Presseamt liegt das ehemalige Ausflugslokal Margaretental im Geltungsbereich des "Bebauungsplans 568-1" der Landeshauptstadt. Und „dieser setzt für dieses Grundstück/Gebäude die Nutzung als Gaststätte fest“.

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Das Gebäude der einstigen Gastwirtschaft wurde laut Stadt zunächst als einfaches Kulturdenkmal geführt und nach aktueller Gesetzeslage des Denkmalrechtes als Kulturdenkmal von besonderem Wert erkannt. „Es ist aus geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen zur Aufnahme in die Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein vorgesehen. Dieser Status bedeutet nach dem aktuellen Gesetz, dass es sich mit dieser Feststellung des besonderen Denkmalwertes rechtlich bereits um ein Denkmal handelt, auch wenn das formale Eintragungsverfahren noch nicht abgeschlossen ist“, wie es in einer Presseerklärung der Stadt heißt.

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