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Kiel Die ersten Flüchtlinge sind bereits eingezogen
Kiel Die ersten Flüchtlinge sind bereits eingezogen
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18:17 23.06.2015
Von Volker Rebehn
Ehemalige Adolf-Reichwein-Schule: In dem seit Sommer 2014 leer stehenden, 100 Jahre alten und denkmalgeschützten Gebäude - der Spielmannszug der NDTSV Holsatia probt in einigen Räumen - sollen Flüchtlinge untergebracht werden. Quelle: Volker Rebehn
Kiel

Die Stadt dementierte lange Zeit entsprechende Gerüchte, sprach zuletzt aber von der Prüfung einer Unterbringung. Dieses Ergebnis sollte dem Ortsbeirat Neumühlen-Dietrichsdorf /Oppendorf in der öffentlichen Sitzung am morgigen Donnerstag präsentiert werden. Überraschend trafen aber bereits gestern die ersten Flüchtlinge ein.

 Lehrer und Schüler sind weg. Nur Besucher der Stadtteilbücherei oder die Musiker des Spielmannszuges der NDTSV Holsatia kommen an einigen Tagen in der Woche in das denkmalgeschützte Schulgebäude, wo vor 100 Jahren erstmals unterrichtet wurde. Ansonsten verirrt sich kaum jemand dorthin. Daher fiel es kaum auf, dass ein Sanitär- und ein Küchencontainer auf dem Schulhof aufgestellt sowie Ver- und Entsorgungsleitungen, über die eine kleine Holzbrücke gebaut wurde, gelegt worden sind. Auch Feldbetten wurden geliefert. „Niemand wurde hier informiert“, ärgert sich ein Stadtteilbewohner über die Informationspolitik der Stadt.

 Das städtische Presseamt nennt als Grund die hohe Zuweisungen von Flüchtlingen durch das Land, wie es seit 20 Jahren nicht mehr gegeben hat. Die Unterbringungsmöglichkeiten seien aufgrund ausgebuchter Hotels zur Kieler Woche sehr schwierig. Daher seien bereits gestern – und damit früher als geplant – Flüchtlinge in der Adolf-Reichwein-Schule untergebracht worden. Die Belegung sei im Vorwege mit dem Ortsbeiratsvorsitzenden besprochen worden.

 „Es wurde aber kein Wort gesagt, dass schon jetzt Flüchtlinge kommen“, entgegnet der Ortsbeiratsvorsitzende Gernot Starke. Bis gestern habe er davon nichts gewusst. Eigentlich sollte der Ortsbeirat vor einer Belegung über die konkreten Planungen informiert werden. So sei es mit dem Rathaus abgesprochen gewesen. Ein Anruf über die Umplanungen, so Starke weiter, hätte genügt. Das wäre fair gewesen. Denn es sei ja kein Problem, die Flüchtlinge zwei oder vier Tage früher unterzubringen. Klar sei auch, dass die Stadt unter Druck stehe und die Leute unterbringen muss. Das werde unterstützt. Man wolle nur rechtzeitig informiert werden. Die Flüchtlingsunterbringung ist morgen einziges Thema im Ortsbeirat um 19.30 Uhr im Vereinsheim der NDTSV Holsatia (Strohredder 17). Ein Vertreter aus dem Amt für Soziale Dienste ist eingeladen.

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