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Kiel Eröffnet "Hans im Glück" zwei Restaurants?
Kiel Eröffnet "Hans im Glück" zwei Restaurants?
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13:03 05.06.2019
Von Jürgen Küppers
Wie eine von innen leuchtende Glasvitrine: So sah der Pavillon an der Holstenstraße vor einigen Jahren noch aus als das Foto entstand. Diesen Original-Zustand wünscht sich die Stadt Kiel nach dem Umbau des markanten Gebäudes wieder zurück. Quelle: Bernd Perlbach
Kiel

Das Unternehmen "Hans im Glück" will nicht nur eine Filiale im Dreieck-Pavillon an der Holstenstraße in Kiel ganz in der Nähe seines Burger-Konkurrenten „Peter Pane“ am Bootshafen eröffnen. Nach KN-online-Informationen plant „Hans im Glück“ sogar noch ein weit größeres Restaurant in unmittelbarer Nähe des Pavillons (vorher „Starbucks“). Standort dafür soll das derzeit noch leerstehende Ladenlokal des „Niu Welly“-Hotels in der Holstenstraße sein, in dem bis vor ein paar Jahren noch Karstadt-Sports sein Domizil hatte.

Doch beim Pavillonausbau gibt es Probleme. Mehrere Insider bestätigten KN-online unabhängig voneinander: Das Unternehmen wolle den Pavillon mit einem Anbau in Form eines Wintergartens vergrößern. Das lehnt die Stadt bislang allerdings ab, die das Grundstück in Erbbaurecht vergibt. Begründung: Der Anbau störe die Sichtachse von der Holstenstraße Richtung Bootshafen und Kieler Förde.

Stadt Kiel will keine "Störung der Blickachse"

Auf Nachfrage bestätigte Kiels Baudezernentin Doris Grondke die ablehnende Haltung der Stadt: „Eine temporäre oder dauerhafte Erweiterung des Pavillons würde nicht nur die Qualität des Pavillons, sondern auch den Blick auf den Hafen nachhaltig stören.“ Eine Freisitzanlage vor dem Pavillon begrüße die Stadt hingegen „sehr“ und freue sich, dass in den Pavillon am Berliner Platz neues Leben einziehe.

Die geplante neue Nutzung zeige, dass gemeinsam mit den prominenten Nachbarn, wie zum Beispiel dem historischen Meislahn-Haus und den anderen benachbarten großen Um- und Neubauvorhaben (Neubau für Primark, dem Quartier am Bootshafen, dem Umbau des Ahlmanngebäudes) rund um den zukünftigen Kleinen Kiel Kanal „ein neues, urbanes Herz in der Innenstadt entsteht“.

Interaktive Karte: Burger-Restaurants in Kiel

Pavillon soll wie Glasvitrine von innen heraus leuchten

Die neue geplante Nutzung des Pavillons eröffne nun die Chance, dass durch den erforderlichen Umbau auch der ursprüngliche Entwurf des renommierten Kieler Architekturbüros „bbp Architekten BDA“ wiederhergestellt werde (siehe Artikelbild): die Idee einer offenen, kleinen, aus dem Inneren heraus leuchtenden gläsernen Vitrine: „Eine Idee, die leider in manchen Bereichen durch die letzten Umbauten verloren gegangen ist“, erklärte die Dezernentin.

Grundidee der Anordnung des dreieckigen Pavillons sei, dass seine reduzierte Größe bewusst den Blick von der Holstenstrasse auf Hafenpanorama und das Kieler Wahrzeichen des HDW Kranes offen lasse und in Szene setze.

"Hans im Glück" schweigt zu seinen Kiel-Plänen - noch

Nach KN-online-Informationen verhandelt die Unternehmensspitze von „Hans im Glück“ nicht nur mit der Stadt Kiel, sondern parallel dazu auch weiterhin mit dem Eigentümer der Immobilie, in der unterhalb des „Niu Welly“-Hotels noch ein Ladenlokal direkt an der Holstenstraße bereits seit Hoteleröffnung im November 2018 leersteht.

Die Unternehmensspitze von „Hans im Glück“ wollte sich auf Nachfrage zwar nicht zum aktuellen Stand seiner Pläne äußern, teilte auf Nachfrage lediglich mit: „Wir befinden uns aktuell in Gesprächen, können aber zum jetzigen Zeitpunkt keine Auskunft geben.“ Sobald konkretere Infos vorlägen, werde sie das Unternehmen auch kommunizieren.

Kommt "New Yorker" zurück in die Holstenstraße?

Ähnlich zugeknöpft gibt sich noch ein weiterer Großer der Einzelhandelsbranche, der offenbar nach einigen Jahren Pause seine Rückkehr in die Holstenstraße plant: der Textil-Filialist „New Yorker“. Sollten sich die entsprechenden KN-Informationen dazu bewahrheiten, wäre dies allerdings ein echter Coup.

Denn das Unternehmen plant offenbar eine Rückkehr im großen Stil und hat dafür die ehemalige H&M-Filiale im Blick, die seit rund zweieinhalb Jahren leer steht. Nicht zuletzt aufgrund ihrer Größe (rund 2000 Quadratmeter auf mehrere Etagen verteilt) gilt die Fläche als schwer vermietbar. Die "New-Yorker"-Zentrale wollte auf Nachfrage zumindest „zum jetzigen Zeitpunkt“ keine näheren Angaben zu ihren Plänen machen.

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