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Kiel Stadt präsentiert Info-Texte für Stelen
Kiel Stadt präsentiert Info-Texte für Stelen
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14:00 18.10.2018
Von Jürgen Küppers
Noch in diesem Jahr könnten Einschübe mit Texten unter den Straßenschildern über Gründe der Namensänderung des Hindenburgufers informieren. Die Verwaltung lieferte dazu die ersten Textvorschläge. Die ersten Reaktionen dazu sind positiv. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Wie KN-online berichtete, hatte der Ortsbeirat Ravensberg/Brunswik/Düsternbrook in der September-Sitzung des Ausschusses mit seinem Antrag Druck gemacht, nach vier Jahren Stillstand die Info-Tafeln endlich aufzustellen und damit den damals gefassten Ratsbeschluss umzusetzen.

Ursprünglicher Info-Text wurde entschärft

Bis zuletzt feilten die Fachleute der Stadt an Formulierungen. Ursprünglich enthielt der kürzere Text der Verwaltung für einen Einschub unter Straßenschildern die Passage, Hindenburg „schuf mit der ,Reichstagsbrandverordnung’ die formale Voraussetzung für die Konzentrationslager“. Dieser Satz wurde nun durch die Formulierung „...schuf die Voraussetzung für die umgehend einsetzende Verfolgung politischer Gegner“ entschärft.

Zur Begründung der Änderung erklärt Stadtsprecherin Annette Wiese-Krukowska auf Nachfrage: „Die Ursprungsformulierung ist zwar nicht grundsätzlich falsch, sie erschien uns aber als zu krass und erklärungsbedürftig.“

Ortsbeirat akzeptiert Vorschläge der Stadt

SPD-Ratsherr Hans-Friedrich Traulsen, der in der vergangenen Kulturausschusssitzung mit Nachdruck die Nennung „historischer Fakten“ in den Texten einforderte, zeigt sich nun mit den Textvorschlägen der Verwaltung für Schilder und Stelen einverstanden. „Damit kann ich gut leben, weil darin die Rolle Hindenburgs als Feind der Demokratie deutlich wird.“

Ebenfalls zufrieden ist Ortsbeiratsvorsitzender Benjamin Walczak: „Schließlich hat unser Druck ja jetzt Wirkung gezeigt, und die Texte der Verwaltung sind im Prinzip ganz in Ordnung so. Unser Vorschlag sollte nur als Diskussionsgrundlage dienen.“

Stelen und Schilder könnten noch in diesem Jahr kommen

Laut Verwaltung ist die Installation von Stelen mit längeren Info-Texten und Einschüben unter vorhandenen Straßenschildern mit Kurztexten grundsätzlich „noch in diesem Jahr möglich“, allerdings müssten die zuständigen Bauämter noch zustimmen. Die Aufstockung der Finanzmittel für die Stelen von 10000 auf 35000 Euro soll aber in jedem Fall erfolgen.

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