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Kiel Kiel putzt sich raus zum Tag der Einheit
Kiel Kiel putzt sich raus zum Tag der Einheit
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09:38 23.08.2019
Von Steffen Müller
Die Mitarbeiter des Grünflächenamts kümmern sich bis zum Tag der Deutschen Einheit vermehrt um die Parks und Grünflächen in der Innenstadt. Im Hiroshimapark besserten Peter Haushahn, Olaf Martens, Sven Gedatus, Kay Lüders und Jörg Wittmaack (v.li.) die Sandwege aus. Quelle: Frank Peter
Kiel

Wie aus einem Schreiben aus dem Rathaus an die Ortsbeiräte hervorgeht, sollen sich die "Ämter, deren Geschäft die Pflege und das Sauberhalten von städtischen Flächen ist", derzeit schwerpunktmäßig mit der Vorbereitung der Veranstaltung zum Tag der Deutschen Einheit befassen. Dies könne – so die Mitteilung weiter – dazu führen, dass andere Orte und Maßnahmen möglicherweise weniger intensiv oder auch verspätet bearbeitet werden.

Hiroshimapark und Schlossgarten im Fokus

Aus dem Behörden-Deutsch übersetzt heißt das: Grünflächenamt und ABK werden sich nun vornehmlich um die Beete, Hecken, Pflanzen und Straßenreinigung in den Bereichen der Stadt kümmern, auf denen die zweitägigen Feierlichkeiten stattfinden. Konkret betrifft das das Umfeld der Verbindung zwischen Bahnhof und Landtag entlang der Kiellinie. Die größte Grünfläche auf der Feiermeile neben dem Schlossgarten ist der Hiroshima-Park, in dem am Donnerstag schon fleißig gearbeitet wurde, als städtische Landschaftsgärtner die Sandwege ausgebessert haben. Geplant ist außerdem, dass auf allen in die Innenstadt führenden Einfallsstraßen das Wildkraut entfernt wird. 

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Weniger Straßenreinigung durch ABK

Der Abfallwirtschaftsbetrieb (ABK) wird in allen äußeren Stadtteilen daher nicht wie gewohnt arbeiten und die Straßenreinigung zurückfahren. Wie die Stadt auf Nachfrage mitteilte, gilt das für den Zeitraum vom 2. September bis 2. Oktober. Im Gegenzug sollen die öffentlichen Abfallbehälter im Innenstadtbereich aufwendig gereinigt oder ausgetauscht werden. "Nicht davon betroffen ist die Leerung der Mülltonnen", sagt Sprecherin Kerstin Graupner. Das Land Schleswig-Holstein beteiligt sich laut Stadt an den anfallenden Reinigungskosten. Graupner vergleicht das Vorgehen mit dem zur Kieler Woche, in der sich der ABK und das Grünflächenamt ebenfalls verstärkt auf die Festivalflächen konzentrieren. "Wir wollen uns als Stadt positiv präsentieren."

Verständnis in den Ortsbeiräten

Die Stadtteile können das Vorgehen aus dem Rathaus generell nachvollziehen. "Ich habe Verständnis, dass sich Kiel hübsch macht für die Besucher, die aus ganz Deutschland kommen", sagt Sönke Klettner, der Vorsitzende des Ortsbeirats Mettenhof. "Da haben alle Kieler etwas davon." Klettner hofft aber auch, dass das Versprechen eingehalten wird, dass dringend nötige Arbeiten in den Außenbezirken wirklich angegangen werden. Momentan sieht er allerdings keine Probleme auf Mettenhof zukommen. "Ich bin da ganz entspannt." Als der SPD-Politiker seine Kollegen in der letzten Ortsbeiratssitzung über das Schreiben der Stadt informiert hatte, habe sich kein Widerstand geregt. 

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In Friedrichsort nahmen die Ortsbeiratsmitglieder die Mitteilung mit Humor. "Ich habe scherzhaft hinzugefügt, ob wir nicht selber ein Anlaufpunkt für die Feier werden könnten", erzählt der Vorsitzende Hans-Meinert Redlin. Er hat Verständnis, dass der zusätzliche Aufwand für die Grünpflege aus finanziellen Gründen nicht an externe Gärtnerfirmen vergeben werden kann. Die Blumenkästen im Friedrichsorter Zentrum werden ohnehin von Privatpersonen gepflegt. Gleichzeitig spricht Redlin davon, dass der entstehende Nachholbedarf nach den Feierlichkeiten schnell aufgeholt werden müsste, damit die Auswirkungen nicht lange in den Stadtteilen zu spüren seien.

So legen sich die Gärtner ins Zeug

Um die Grünflächen in der Innenstadt für das Fest zum Tag der Deutschen Einheit auf Vordermann zu bringen, sind Gehölzschnitt und Baumpflegemaßnahmen schon weitestgehend abgeschlossen. Momentan werden Beete, Wege und Brunnen gepflegt. Rasenflächen, die keine geschlossenen Rasennarben haben, wurden speziell gedüngt und nachgesät. Durch den lange Zeit relativ trockenen Sommer wurden in den vergangenen Monaten neu gepflanzte Bäume intensiv gewässert. Dafür waren täglich drei Kolonnen unterwegs, die sich speziell um junge Bäume bis ins dritte Jahr nach der Pflanzung gekümmert haben. Durch den wenigen Regen weisen viele Bäume nur ein reduziertes Blattwachstum auf, einzelne ältere Bäume wie Birken, Rotbuchen und Ahorne zeigen zudem eine frühzeitige Blattverfärbung.

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