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Kiel Fahrradkontrolle wurde zur Dealerjagd
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Kiel-Gaarden: Fahrradkontrolle wurde zur Dealerjagd

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11:54 11.11.2020
Von Niklas Wieczorek
Die Polizei in Kiel-Gaarden wollte Fahrradfahrer kontrollieren, musste aber einen Dealer jagen. Quelle: Juliane Häckermann (Symbolfoto)
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Gegen 10.10 Uhr hatten sich die Beamten nach eigener Mitteilung in der Elisabethstraße in Kiel-Gaarden postiert. Die eigentliche Radfahrerkontrolle geriet aber schnell in den Hintergrund: Denn dort trafen sie demnach einen 22-Jährigen, der ihnen bereits wegen Drogenhandels bekannt war.

Gleich mehrere Packungen Kokain gefunden

Und, Treffer: Bei der Durchsuchung fanden sie 15 Kokain-Päckchen und 80 Euro Bargeld in "szenetypischer Stückelung". Nach einer Anzeige entließen die Polizisten ihn wieder.

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Doch nur für kurze Zeit: Etwa 15 Minuten später trafen sie ihn in der Kieler Straße erneut. Beim Anblick der Beamten habe er die Flucht ergriffen, wurde aber eingeholt. Wiederum durchsucht, seien den Polizisten nun 1200 Euro in szenetypischer Stückelung aufgefallen, Drogen dieses Mal allerdings nicht.

Nur wenige Fahrrad-Vergehen

Die eigentliche Radfahrerkontrolle lieferte lediglich fünf Ampelverstöße. Die Rotsünder müssen mit Bußgeldern zwischen 60 und 100 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Auch ein Autofahrer erhielt ein Bußgeld, weil er auf einem Radweg parkte, so die Polizei.

Darüber hinaus hatten die Beamten erhebliche Zweifel am rechtmäßigen Besitz des Fahrrads eines 31-Jährigen. Er konnte nicht schlüssig erklären, wo er dies erworben hatte – in der Folge wurde es zunächst beschlagnahmt.

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