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Kiel Friedliche Demo für Afrin beendet
Kiel Friedliche Demo für Afrin beendet
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02:59 12.03.2018
Von Niklas Wieczorek
Von Gaarden in die Innenstadt führte der Demonstrationszug zur "Solidarität mit Afrin"-Demo auch zwischen Hauptbahnhof und Sophienhof hindurch. Quelle: Frank Peter
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Kiel

Bei immer stärker werdendem Regen versammelten sich am Nachmittag zunächst 200 bis 300 Personen auf dem Vinetaplatz in Gaarden. Von dort setzten sie sich gegen 15.45 Uhr in Bewegung Richtung Werftstraße und Gablenzbrücke. Bis dahin war der Demonstrationszug auf etwa 450 Teilnehmer angewachsen. Lautstark skandierten die Protestierenden "Freiheit für Afrin" oder "Deutsche Panzer raus aus Kurdistan". Bei der türkischen Offensive in dem Gebiet wird auch Kriegsgerät aus deutscher Produktion eingesetzt.

Angemeldet hatte die Demonstration der frühere Linken-Landtagsabgeordnete Björn Thoroe. Mehrere linke Organisationen und kurdische Vereine unterstützen ihn. Die Versammlungsbehörde der Stadt Kiel hatte am Montag die Route durch Kiel-Gaarden zuerst untersagt und lediglich eine Demonstration vom Bahnhof zum Asmus-Bremer-Platz genehmigt, Grund war der Verweis auf eine vor eineinhalb Jahren zwischen türkischen und kurdischen Gruppen eskalierte Demo in Gaarden. Die Entscheidung wurde aber vom Verwaltungsgericht Schleswig gekippt.

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Demo nahm friedlichen Verlauf

"Es war sehr schwierig, hier überhaupt demonstrieren zu dürfen", sagte Thoroe zum Auftakt. Er kritisierte die Stadt und Oberbürgermeister Ulf Kämpfer: Thoroes Meinung nach war die Begründung, es könne zwischen kurdischen und türkischen Personen in Gaarden rund um eine solche Demo erneut zu Problemen kommen, strukturell rassistisch.

Groß war zunächst das Polizeiaufgebot in Gaarden. Sowohl Thoroe als auch die Sicherheitsbehörden zeigten sich aber zufrieden mit dem Verlauf der Demo, die nach etwa zwei Stunden auf den Asmus-Bremer-Platz führte. Kathrin Becker vom Kieler Kurdistan-Solidaritäts-Komitee schloss hier mit dem Aufruf, dass sich auch die deutsche Bevölkerung in Kiel informieren und einmischen möge. In der Landeshauptstadt endete der Protest am Sonnabend ruhig und friedlich, wie auch die Polizei bestätigte.

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