Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Kiel Mangel an Kita-Plätzen bald Geschichte?
Kiel Mangel an Kita-Plätzen bald Geschichte?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:39 14.11.2019
Von Martin Geist
Zügig voran geht es mit dem Bau der neuen Waldorf-Kita an der Ernestinenstraße. Im Sommer 2020 soll alles fertig sein. Quelle: Martin Geist
Kiel

Genau 200 Kinder stehen derzeit in Gaarden ohne Betreuungsplatz da, berichtete Marion Muerköster, die Leiterin des städtischen Jugendamtes, am Mittwochabend im Ortsbeirat. Am größten ist demnach der Mangel bei den unter Dreijährigen, denn es fehlen 117 Krippenplätze. Im Elementarbereich für die Drei- bis Sechsjährigen wären weitere 75 Plätze nötig, und schließlich können acht Schulkinder nicht versorgt werden.

Neue Waldorf-Kita geplant

Auf der anderen Seite tut sich im Stadtteil eine Menge, damit das besser wird. In ehemaligen Verwaltungsräumen in der Bahnhofstraße werden noch im Dezember 54 Elementar- und 15 Krippenplätze zur Verfügung stehen. Weitere 100 Plätze sollen im Juni in der neuen Waldorf-Kita in der Ernestinenstraße dazukommen und noch einmal knapp 80 in der Halle 400. Außerdem will die Türkische Gemeinde im kommenden Jahr die leeren Räume der Volksbank in der Elisabethstraße umbauen. Vorgesehen ist dort eine Krippengruppe für zehn Kinder und eine Familiengruppe, in der ältere Kinder und bis zu fünf weitere Kleinkinder aufgenommen werden können.

Eng bleibt es bei den ganz Kleinen

Sollte alles so klappen wie geplant, stünde der Stadtteil im Sommer 2020 mit zusätzlichen 184 Elementar- und weiteren 85 Krippenplätzen viel besser da. Immer noch eng wäre es bei den ganz Kleinen, ein Überangebot gäbe es sogar bei den Größeren. Gegensteuern will die Stadt bei den noch nicht festgezurrten ganz neuen Projekten. An der Hörn und auf dem Posthofgelände sollen ganz überwiegend Krippenplätze geschaffen werden, sodass bis 2023 wie angestrebt für 50 Prozent der Kinder aus dieser Altersgruppe eine Betreuung angeboten werden könnte.

Überversorgung im Elementarbereich

Im Elementarbereich zeichnet sich dagegen mit 120 Prozent eine Überversorgung ab, doch Marion Muerköster setzt darauf, dass das nur statistisch der Fall sein wird. Ihr Kalkül: Vor allem durch den Neubau der Investitionsbank Schleswig-Holstein werden viele nicht im Stadtteil ansässige Eltern ihre Kinder an der Hörn betreuen lassen. Weil diese Fälle nicht in die Bedarfsplanung einfließen, ist die Amtsleiterin „zuversichtlich, dass wir mit unserem Angebot ganz richtig liegen“.

Keine Naturgruppe im Werftpark

Verworfen wurde unterdessen die Idee des Ortsbeirats, eine Naturgruppe im Werftpark einzurichten. Unter Beteiligung des Gesundheitsamtes und der Landesheimaufsicht gab es zwei Ortsbesichtigungen, die in einem Fall völlig unauffällige, im anderen Fall dagegen dramatische Ergebnisse brachten. Spritzen, komplettes Drogenbesteck, Zigarettenkippen und Hundekot in der Sandkiste, schlimmer hätte es nach Darstellung von Marion Muerköster kaum kommen können. „Wir hätten das gern gemacht, hatten aber wirklich keine Argumente mehr“, betonte sie. Ganz vom Tisch ist die Idee einer Freiluft-Gruppe aber noch nicht. Nachgedacht wird jetzt über den Standort Dockshöhe. Der könnte leicht an die benachbarte Waldorf-Kita angebunden werden und wird außerdem als Teil des Sportparks regelmäßig vom Präventionsteam der TuS Gaarden überwacht.

Mehr aus Kiel lesen Sie hier.

Wie lassen sich Fußgänger, Rad- und Autofahrer auf der Holtenauer Straße in Kiel so mischen, dass es zu einem harmonischen und für die Geschäftsleute ökonomischen Miteinander kommt? Diese Frage bestimmte die Präsentation der Einkaufsmeile durch ihre Kaufleute auf der Sitzung des Ortsbeirats.

Oliver Stenzel 14.11.2019

Eine neue Veloroute für Schilksee – das und noch vieles mehr wurde während der jüngsten Ortsbeiratssitzung in Schilksee diskutiert. Besonders viele Einwohner sprachen sich dort für mehr Umweltschutz, Sauberkeit und Nachhaltigkeit in ihrem Ortsteils aus.

14.11.2019

Der November ist eigentlich kein Monat für eine Bootstour auf der Ostsee. Doch das Bild täuscht. Auf der Förde in Kiel ist noch Betrieb. Auch in der dunklen Jahreszeit sind Sportboote unterwegs. Der Weg aufs Wasser ist dabei inzwischen deutlich einfacher als früher. Das birgt aber auch Gefahren.

Frank Behling 14.11.2019