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Kiel Finanzexpertinnen geben Tipps
Kiel Finanzexpertinnen geben Tipps
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07:00 08.02.2019
Von Kristiane Backheuer
Machten Frauen Mut, sich beruflich zu engagieren: Ulrike Röhr (Präsidentin des Landfrauenverbandes), Friederike Kühn (Präsidentin der Industrie- und Handelskammer SH), Gaby Schäfer (Präsidentin des Landesrechnungshofes), Monika Heinold (Finanzministerin) und Inke Studt-Jürs (Landfrau und Unternehmerin aus Weede, von links). Quelle: Frank Peter
Kiel

"Am Geschlecht liegt es nicht, ob jemand Erfolg hat oder nicht“, machte Gaby Schäfer, Chefin des Landesrechnungshofes, gleich am Donnerstag klar. „Ich bin keine Anhängerin der Quote. Das wirkt gezwungen.“ Die wichtigste Voraussetzung dafür, dass Frauen gleichberechtigt in den Beruf kommen: „Frauen müssen das wollen und sich auch was zutrauen“, so die einflussreiche Juristin, die als Präsidentin die Finanzen des Landes kontrolliert.

"Die Frauenquote wirkt gezwungen"

Sich etwas zugetraut, hat auch Monika Heinold. Als Grünenpolitikerin stellte sie im Kreistag schnell fest: „Bei den Finanzen spielt die Musik. Da werden die entscheidenden Weichen gestellt“, erzählte sie. „Da wollte ich hin.“ Eine Männerwelt, wie sie zugibt. „Zum großen Teil ist das auch heute noch so.“ Stolz ist sie, dass sie nun als Finanzministerin „eine Frau mit Macht ist“, Einfluss und positive Gestaltungsmöglichkeiten hat. „Ich finde es sehr gut, wenn wir Frauen sagen, wir wollen aktiv Verantwortung übernehmen.“

Die Finanzen sind nach wie vor ein Männerbereich

Leider, so wurde während der Veranstaltung bedauert, tun das noch zu wenig Frauen. „Nur ein Viertel der Unternehmen in Schleswig-Holstein werden von einer Frau geführt“, sagte Erk Westermann-Lammers von der Investitionsbank (IB.SH). „Wir müssen mehr Frauen für eine Gründung oder eine Unternehmensnachfolge begeistern.“ Statistisch seien Unternehmen, die von Frauen gegründet wurden, stabiler. „Frauen bereiten sich gründlicher vor und gehen vorsichtiger an die Finanzierung heran“, so seine Erfahrung. Dass sich etwas tut in unserer Gesellschaft, bewies der neueste Wirtschaftsreport, den er zitierte. „Deutschlandweit können sich immer mehr Frauen eine Zukunft als Unternehmerin vorstellen.“ Mit Mikrokrediten und Workshops mischt dabei die IB.SH mit, damit es nicht nur bei der Vorstellung bleibt. 

Frauen sind die besseren Unternehmerinnen

Gut kann sich Friederike Kühn, frisch wiedergewählte Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein, noch an die Worte ihres früheren Chefs erinnern: „Mädel, sabbel nicht lang, mach einfach.“ Das habe sie beherzigt. „Es ist nicht relevant, ob ich ein Mädchen oder Junge bin. Wenn ich etwas kann, dann mach ich das“, sagte sie und gab den Zuhörerinnen mit auf den Weg: „Netzwerken Sie mal wieder. Das zahlt sich aus.“

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