Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Kiel Nun doch kein Streik in Kieler Bädern
Kiel Nun doch kein Streik in Kieler Bädern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:00 19.12.2018
Von Jürgen Küppers
Alles gegeben und damit am Ziel: So war es nicht nur bei diesem jungen Schwimmsportler im Hörnbad, sondern auch bei den Beteiligten an den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Kieler Bäder GmbH. Sie werden künftig wieder besser nach dem Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst entlohnt.  Quelle: Frank Peter
Anzeige
Kiel

Den Durchbruch bei den fast festgefahrenen Verhandlungen erzielten am Dienstag die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sowie die Geschäftsführung der Bäder GmbH.

Nach Mitteilung von Verdi gilt der TVöD in seiner kompletten Fassung für die Kieler Rettungsschwimmer und Bad-Fachangestellten ab 1. Januar 2021. Bis dahin gebe es Übergangsregelungen, um vom bisher geltenden Niveau schrittweise an den TVöD heranzurücken. Mit dieser Einigung wurde der bereits am vergangenen Montag vom Verdi-Bundesvorstand gefasste Beschluss zum Streik buchstäblich in letzter Minute wieder „eingefangen“.

Anzeige

Ratsversammlung bereitete die Einigung vor

Wie KN-online berichtete, hatte die Ratsversammlung in ihrer jüngsten Sitzung am 13. Dezember mit Zustimmung aller Fraktionen beschlossen: Die Beschäftigten der Kieler Bäder sollten wieder nach Konditionen des TVöD entlohnt werden, nachdem für sie zwölf Jahre lang wesentlich schlechtere Konditionen galten.

Verdi hatte nach eigenen Angaben bereits in den Vorjahren einige Verbesserungen im Tarifvertrag durchgesetzt, wie die Einführung von Wochenend- oder Nachtzuschlägen sowie zusätzlichen Urlaub für Wechselschichten. Der große Sprung sei aber erst in diesem Jahr gelungen – nach intensiver Lobbyarbeit im politischen Umfeld.

Beschäftigte waren zum Streik bereit

„Wir sind glücklich, dass es uns gelungen ist, die einmalige Situation zu nutzen“, erklärte Verdi-Verhandlungsführerin Eva Schleifenbaum. Die Beschäftigten seien zu 92 Prozent organisiert und hoch engagiert gewesen.

Hinzu komme die Einsicht bei allen politischen Akteuren, dass die 60 Beschäftigten der Kieler Bäder nicht länger schlechter gestellt werden könnten als ihre 5000 Kollegen bei der Stadt und auch nicht als alle Bäderbeschäftigten in anderen Kommunen des Landes, betonte Verdi.

Weitere Nachrichten aus Kiel lesen Sie hier

Kiel Unfall bei Kita-Ausflug - Umut-Cans Eltern fordern Aufklärung
Alev Doğan 19.12.2018
Kiel Erfolgsfaktoren in Kiel - Die nächste Bombe ist Geschichte
Niklas Wieczorek 19.12.2018
20.12.2018