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Kiel Corona-Pandemie: Kirchen gedenken Opfern
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Kiel: Kirchen gedenken mit Gottesdienst der Opfer der Corona-Pandemie

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15:24 14.03.2021
Die Nordkirche und das Erzbistum Hamburg haben rund ein Jahr nach dem ersten Lockdown der Opfer und den Leidtragenden der Corona-Pandemie mit einem ökumenischen Gottesdienst gedacht.
Die Nordkirche und das Erzbistum Hamburg haben rund ein Jahr nach dem ersten Lockdown der Opfer und den Leidtragenden der Corona-Pandemie mit einem ökumenischen Gottesdienst gedacht. Quelle: dpa
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Die Nordkirche und das Erzbistum Hamburg haben rund ein Jahr nach dem ersten Lockdown der Opfer und der Leidtragenden der Corona-Pandemie mit einem ökumenischen Gottesdienst gedacht. Ministerpräsident Daniel Günther sagte in einer Videobotschaft am Sonnabend in der Kieler Kirche St. Nicolai, er sei den Kirchen sehr dankbar, „dass sie uns allen die Gelegenheit geben, das, was wir erlebt haben, vor Gott zu tragen“.

Fast 1400 Menschen in Schleswig-Holstein seien bisher an oder mit Corona gestorben. „An die denken wir heute und an ihre Angehörigen, die um sie trauern, die in diesen Zeiten zum Teil gar keine Gelegenheit gehabt haben, sich von ihnen zu verabschieden.“ Günther erinnerte auch an die Menschen, die schwere Krankheitsverläufen erlitten hätten. Und an diejenigen, die von Einschränkungen etwa im Kultur- oder Geschäftsleben betroffen seien.

Beginn der dritten Welle

Teilnehmer waren unter anderem Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, Bischof Gothart Magaard und Erzbischof Stefan Heße. Auch Vertreter verschiedener beruflicher und gesellschaftlicher Gruppen beteiligten sich nach Angaben der Kirche an der Gestaltung des Gottesdienstes.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) steht Deutschland am Beginn einer dritten Welle. In Schleswig-Holstein stieg die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen je 100 000 Einwohner - wieder über 50. Zuletzt war das am Samstag und Sonntag vor zwei Wochen der Fall. Am Vortag lag sie noch bei 48,6. Innerhalb eines Tages wurden 263 neue Corona-Fälle gemeldet. Das geht aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel vom Samstagabend hervor (Stand: 13.3., 20.09 Uhr).

Die Zahl der im Zusammenhang mit Covid-19 Gestorbenen beträgt 1376 - das sind 3 mehr als am Vortag. In Schleswig-Holsteins Krankenhäusern wurden mit Stand Sonnabend 186 Corona-Patienten behandelt. Intensivmedizinische Behandlung brauchten wie am Vortag 53 Menschen, davon 33 mit Beatmung. Die Zahl der Genesenen wird inzwischen auf 40 800 geschätzt.

Demonstrationen am Sonnabend in Kiel

In Hamburg und Kiel gingen am Sonnabend mehrere Hundert Menschen auf die Straße, um gegen die Corona-Regeln zu protestieren. Dabei blieb es nach Angaben der Polizei friedlich.

Der Kreis Segeberg wies am Sonntag auf die Konsequenzen von positiven Corona-Schnelltests oder Corona-Selbsttests für die Betroffenen hin. Wer bei einem solchen Test ein positives Ergebnis erhalte, müsse sich sofort und auf direktem Weg in häusliche Isolation begeben, teilte der Kreis unter Bezug auf einen Erlass des Landes Schleswig-Holstein vom Freitag mit. Der Kreis habe seine Allgemeinverfügung entsprechend angepasst. Außerdem seien eine sofortige Meldung beim Fachdienst Infektionsschutz des Kreises und weitere Tests nötig, für die das Haus einmalig verlassen werden darf. Dabei muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Von RND/dpa

Steffen Müller 13.03.2021
Steffen Müller 13.03.2021
Michael Felke 13.03.2021