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Kiel Notwehr oder einfach frech?
Kiel Notwehr oder einfach frech?
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07:03 24.05.2018
Von Niklas Wieczorek
Und jetzt? Eine Radfahrerin steuert in der Holtenauer Straße auf einen Parker in zweiter Reihe zu: Die Radspur ist eindeutig blockiert. Quelle: Frank Peter
Kiel

Brennpunkt ist ohne Zweifel die Holtenauer Straße: „Das ist eine ganz schlimme Sache“, stöhnt der Vorsitzende des Ortsbeirates Ravensberg/Brunswik/Düsternbrook, Dieter Hartwig, „vor allem die Radfahrer sind höchst gefährdet. Alle im Ortsbeirat finden das ganz schrecklich.“ Hartwig beobachtet, dass „die Großzügigkeit der Straßenverkehrsordnung schamlos ausgenutzt“ werde. „Stattdessen wird völlig selbstverständlich geparkt, um einen Kaffee zu trinken“, schildert Hartwig fassungslos.

Der Ortsbeirat habe in der jüngsten Sitzung die Verkehrsaufsicht gebeten, das Problem Höhe Lornsenstraße genauer in den Blick zu nehmen. Die Abzweigung vom Knooper Weg nach links auf die Holtenauer Straße in Höhe Düppelstraße muss Hartwigs Meinung nach ebenfalls nicht zweispurig sein: Das führe zu gefährlichen Situationen mit stehenden Autos in zweiter Reihe.

Besondere Gefahr vor Bushaltestellen

Andrea Kobarg, Sprecherin der Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG): „Parkende Autos in zweiter Reihe sind für die KVG eine große Herausforderung, da sie reichlich Probleme verursachen. Es kommt mittlerweile in der gesamten Innenstadt vor, jedoch vor allem in der Holtenauer Straße.“ Besonders ärgerlich sind parkende Autos unmittelbar vor Haltestellen. Den Busfahrern bleibe dann oft nur übrig, in zweiter Reihe mit Warnblinklicht zu halten: Eine für viele Fahrgäste gefährliche Situation, die durch den trotz Absenkens verbleibenden Höhenunterschied vom Bus zur Straße noch einmal verschärft wird.

Doch nicht alle sehen das Parkverhalten in der Holtenauer Straße so kritisch: Stefan Schneider vom Spielzeugfachgeschäft Höhenflug und Vorstandsmitglied im Verein „Die Holtenauer“ hat den Eindruck, „dass es nicht wirklich ein Problem darstellt: Verkehrsstaus, die dadurch verursacht wurden, habe ich noch nie beobachtet. Der Verkehr fließt weiter, aber langsamer.“ So diene das Parken in zweiter Reihe eher der Verkehrsberuhigung.

Feuerwehr hat mehr Probleme im Kreuzungsbereich

Für die Einsatzkräfte von der Feuerwehr ist Parken in zweiter Reihe „eigentlich kein Thema“, sagt Branddirektor Ulrich Hackenberg. Zwar gebe es Einzelfälle, in denen die Feuerwehr auch Gerät einsetzen dürfe, um aufzuräumen. Aber ein Problem sei eher das Parken im Kreuzungsbereich. Der ruhende Verkehr sei selbstverständlich die Aufgabe der Stadt, heißt es. Die verdient damit übrigens gut: Mehr als 1,7 Millionen Euro Bußgelder waren es 2017 insgesamt.

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