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Kiel Rolltreppen im zweiten Versuch abgebaut
Kiel Rolltreppen im zweiten Versuch abgebaut
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07:00 14.06.2019
Von Steffen Müller
Die drei 47 Jahre alten Holstentörn-Rolltreppen sind nun endgültig Geschichte. Beim zweiten Anlauf am späten Donnerstagabend gaben sie der Kraft eines Kranes mit einer Hubkraft von bis zu 250 Tonnen nach und ließen sich innerhalb einer guten Stunde widerstandslos herausheben. Quelle: eis - Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Nachdem der erste Versuch noch gescheitert war, da die sich im Boden verkeilten Rolltreppen für den Kran zu schwer waren, ist der Abriss des Aufgangs nun abgeschlossen. Der neue Kran verfügte über ein Hubkraft von 200 Tonnen, der Kran beim ersten Versuch konnte nur 30 Tonnen heben.

Auf den Zeitplan der Erneuerung des Holstentörn-Aufgangs, der seit März dieses Jahres aufgrund eines "fortgeschrittenen Korrosionsprozesses" außer Betrieb ist, hatte die Verzögerung keine Auswirkungen. Die Stadt holt derzeit Angebote von Firmen ein, die neue Rolltreppen einbauen können, mit einer Entscheidung wird gegen Ende Juni gerechnet. Bis dahin muss auch ein Auftrag erteilt werden, schließlich plant die Stadt nach eigenen Angaben weiterhin damit, dass die Rolltreppen bis zum Weihnachtsgeschäft wieder funktionieren.

Lieferzeit für Rolltreppen beträgt 16 bis 20 Wochen

Und die Zeit drängt. Laut Andree Lohse vom städtischen Tiefbauamt, der den Abriss der elektrischen Aufgänge begleitet hat, dauert es zwischen 16 und 20 Wochen, bis die Rolltreppen hergestellt werden können, Lieferung und Einbau nicht mit eingerechnet. Die Kosten, die die Stadt tragen muss, belaufen sich auf rund 600 000 Euro.

Kooperation findet Kompromiss

Die neuen Rolltreppen – statt bisher drei werden es in Zukunft nur zwei sein – sind zunächst als dauerhafte Lösung gedacht und sollen entsprechend lange halten. Darauf hat sich der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung Anfang Juni geeinigt. Damit ist auch vorerst der langanhaltende Streit in der Kooperation beendet.

Während SPD und FDP einen Neubau am Holstenplatz bevorzugten, favorisierten die Grünen einen neuen Zugang vom Ziegelteich aus. Mit der Sanierung wurde ein Kompromiss gefunden, allerdings mit einer Hintertür. Sollte sich an der Verkehrssituation rund um den Ziegelteich etwas ändern, wird neu diskutiert.

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