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Kiel Lebensmittel frisch und kalt aus der Box
Kiel Lebensmittel frisch und kalt aus der Box
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10:01 23.05.2018
Von Günter Schellhase
Enrico Waehnke (links) von Edeka und Sporthafenchef Philipp Mühlenhardt freuen sich, dass die Box schon sehr gut angenommen wird. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
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Kiel

Seit etwa einen Monat steht dort eine moderne Abholstation mit Kühlfächern, die täglich mehrfach beliefert wird – ein vielbeachtetes Pilotprojekt in Kooperation zwischen der Sporthafen GmbH und dem Edeka-Markt Fiedler in Suchsdorf.

Erste Box in Norddeutschland

Stickenhörn ist nach Schilksee der zweitgrößte der Kieler Sportboothäfen und wird gerne von Tourensegler angelaufen, die gerade die Kanalpassage vor oder hinter sich haben. „Allerdings gibt es keine guten Versorgungsmöglichkeiten für Skipper in Friedrichsort“, sagte Sporthafenchef Philipp Mühlenhardt. Mit Sven Fiedler vom gleichnamigen Edeka-Markt in Suchsdorf kam er zusammen, man sprach über das Problem und schnell kristallisierte sich eine Lösung heraus – ein Start-up aus München machte es mit der Emma-Box möglich. In Deutschland gab es bisher nur in Germersheim, Frankfurt und Ingolstadt Abholstationen. Nun steht in Kiel die erste in Norddeutschland.

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Vier Lieferungen am Tag

Die Basisversion, wie auch das Modell in Stickenhörn, kostet 40000 Euro und wurde von Fiedler angeschafft. „Sie besteht aus drei Teilen, ist aber in Modulbauweise beliebig erweiterbar. Es gibt Tiefkühlfächer für Gefrierkost, Abteile mit Kühlschrankkälte und eine temperierte Sektion“, erklärte Enrico Waehnke, bei Fiedler zuständig für das Online-Geschäft. Kunden könnten im Internet Waren aus dem gesamten Sortiment des Ladens – auch Angebote – zu den üblichen Preisen bestellen. „Der Mindestwarenwert pro Order sollte über 20 Euro liegen. Drei Euro je Lieferung berechnen wir und bringen den Einkauf vier Stunden nach der Bestellung in den Zeitfenstern 9 bis 12, 12 bis 15, 15 bis 18 und dann bis morgens um 8 Uhr“, sagte Waehnke. Wer am Sonnabend bis 14 Uhr bestellt, hat seine Waren bis 18 Uhr und kann das Fach bis Montagmorgen als Kühlschrank oder Depot nutzen.

Angebot wird bereits gut angenommen

Bezahlt wird mit Kreditkarten oder Onlineüberweisung, abgerechnet aber erst, wenn die Segler ihre Waren abgeholt haben. Auch Retouren oder Leergut nimmt Fiedler an und rechnet das Guthaben gegen. Per Mail bekommen die Freizeitskipper den Zugangscode auf das Handy – sie können entweder den QR-Code einscannen oder eine Zahlen- und Buchstabenkombination am Bedienfeld der Box eintippen. Mit Personalausweis oder Führerschein muss der Kunde noch beweisen, dass er wenigsten 18 Jahre alt ist – damit zum Beispiel Alkohol nicht in falsche Hände gerät. „Das Angebot wird sehr gut angenommen. Wir haben sogar schon einen Stammkunden aus Dänemark, der regelmäßig bestellt“, sagte Waehnke.

Weitere Standorte sind denkbar

Auch Mühlenhardt ist überzeugt von der Box: „Es läuft besser als gedacht und ist ein attraktives Angebot für den Hafen.“ Vorstellen kann er sich, weitere Abholstationen zu installieren: „Auch für die Häfen in Düsternbrook und Wellingdorf bietet sich das an, weil es auch dort keine Versorgung gibt“, sagte er. Kirstin Bonde hat ein Boot in Stickenhörn liegen und fragte neugierig nach Details: „Das ist ein gute Idee und längst Gesprächsthema hier im Hafen“, sagte die Friedrichsorterin.

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