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Kiel So verbringen die Soldaten ihre Freizeit
Kiel So verbringen die Soldaten ihre Freizeit
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06:00 08.06.2019
Von Steffen Müller
Nutzen aus, dass sie in Deutschland Alkohol trinken dürfen: Jude, Ryan, Jack, Chris und Emilio (v.li.), die alle jünger als 21 sind und an der Naval Academy in Maryland (USA) studieren. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Tagsüber wird gearbeitet, bei den Soldatinnen und Soldaten steht Fitness und Sport auf dem Programm. Die spanischen Infanteristen nutzten beispielsweise in Kompaniestärke die Kiellinie fürs morgendliche Joggen. Was aber machen die 7000 im Kieler Hafen stationierten Männer und Frauen eigentlich, wenn Dienstschluss ist? Na klar, sie fahren in die Innenstadt

Junge Amerikaner genießen das Bier

Im Biergarten am Holstenplatz haben es sich Emilio, Jack, Ryan, Jude und Chris gemütlich gemacht. Sie haben Pommes und Hackfleisch bestellt und sind schon vor dem Essen bei ihrem zweiten Bier angelangt. Die jungen Amerikaner genießen die liberalen Alkoholgesetze in Deutschland, sind sie doch alle "underaged", also jünger als 21 Jahre, und dürfen somit in ihrer Heimat nichts trinken.

Alles zum Baltops-Manöver finden Sie auf unserer Themenseite.

Die Studenten von der Naval Academy in Maryland bleiben für drei Wochen auf ihrem Schiff "Mount Whitney" in Kiel und haben in der Stadt schon einiges gesehen. Besonders gut gefallen hat es ihnen – wie sollte es anders sein – in der Klosterbrauerei. "Das deutsche Bier schmeckt viel besser als das amerikanische", sagt Jack, der aus New York stammt. Beliebt bei der Gruppe ist auch die "leckere und erstaunlich günstige Bratwurst".

Verwunderung über kostenpflichtige Toiletten

Durch das viele Bier ist den angehenden Navy-Offizieren an Deutschland etwas aufgefallen, was in den USA undenkbar ist. „Es ist verrückt, dass ihr für öffentliche Toiletten bezahlen müsst.“ Überrascht sind die jungen Seeleute auch darüber, dass die Straßen ab 21 Uhr wie leergefegt sind. Für ihre restliche Zeit in Kiel haben sie einige Pläne: Sie wollen das Marine-Ehrenmal in Laboe besichtigen, am Strand entspannen und die Clubs in der Bergstraße besuchen – denn dort ist nach 21 Uhr noch nicht alles ruhig.

Umstellung auf deutschen Essensrhythmus

Dass in Deutschland die Abende früher enden, wissen die Spanier Salvador, Eloy und Javier bereits. Sie sind auf dem Flugzeugträger "Juan Carlos I." stationiert und haben sich für ihre Verhältnisse relativ früh in die Innenstadt auf die Suche nach Essen begeben. "Wir wurden gewarnt, dass in Deutschland die Küchen früher schließen als in Spanien", berichtet Javier mit einem Lachen. Ihre Zeit in Kiel wollen sie nutzen, um Fotos zu machen, Souvenirs zu kaufen – als Andenken an die Städte, in denen sie anlegen, sammeln die Soldaten Magnetbilder – und Geschenke für ihre Kinder zu besorgen. Von Kiel haben sie bislang noch nicht viel sehen können. Die Zeit ließ es nicht zu.

Sonnen im Hiroshimapark

Etwas mehr Luft zum Sightseeing hatten Andrea, Elena und Cris. Die drei Spanierinnen von der Lenkwaffenfregatte "Almirante Juan de Borbón" hatten einen freien Nachmittag und konnten die Stadt erkunden. Lange Zeit haben sie sich im Hiroshimapark gesonnt, ehe es weiterging, um Gruppenfotos am Kleinen Kiel und mit der Asmus-Bremer-Statue zu schießen. Die Stadt beschreiben sie als „entspannt“. Verwundert ist Andrea nur davon, dass es Mineralwasser mit Kohlensäure gibt. "So etwas trinkt ihr gerne?!" Doch das sei kein Kiel-spezifisches Problem. Immerhin hilft der Tipp, die Flasche zu schütteln oder beim nächsten Mal Wasser mit dem Aufdruck "still" oder "natur" zu kaufen.

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