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Kiel Sommerfest auch für Warmduscher
Kiel Sommerfest auch für Warmduscher
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13:26 27.07.2013
Von Martin Geist
Täglich müssen im Eiderbad pro Badegast 30 Liter Frischwasser zugeführt werden, so dass immer wieder ein Abkühlungseffekt eintritt. Quelle: Geist
Kiel

„Naschiolympiade“, Dosenwerfen, Torwandschießen. Auch wenn gefeiert wird, bleiben die Drachenseer ihrem Grundsatz treu, das Freibad am Eiderbrook als ruhige und freundliche Freizeitstätte für die ganze Familie zu betreiben. Ein bisschen Action gibt es ausnahmsweise doch. Im Schwimmerbecken türmt sich eine aufblasbare Rutsche auf, an der vor allem die Jugend ihre Freude hat.

Ihre Freude haben auch die Besucher des Eiderbads, und das nicht nur, wenn Sommerfest ist. „Ganz toll, wie sich das entwickelt hat“, lobt die Hammeranerin Andrea Steffen die Arbeit der Stiftung Drachensee. Gepflegte Grünanlagen, nettes Personal, günstige Eintrittspreise und ein hübsch gestalteter Imbiss haben dem einst von der Schließung bedrohten Eiderbad neuen Schwung und viele Fans gebracht.

Nicht zuletzt wird in Hammer Sommertag für Sommertag ein Beitrag zu mehr Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung geleistet. Sieben Menschen mit Behinderung kümmern sich derzeit um Hecken, Rasen und Menschen, erfahren dabei unmittelbare Anerkennung für das, was sie leisten.

Gefordert ist zum Sommerfest auch das Aufsichtspersonal. Zumeist drei Leute stehen am Beckenrand, weil wegen der Rutsche erhöhte Aufmerksamkeit gefragt ist. Doch an Tagen wie diesen verrichten die Schwimmmeister ihre Arbeit gern. „Es ist schon sehr schön“, freut sich Maik Lüdtke über den Supersommer, der dem Eiderbad jeden Tag mehrere hundert Besucher aus vielen Kieler Stadtteilen und Umlandgemeinden beschert.

Zunehmend entdecken dabei auch bekennende Warmduscher ihre Freude am erfrischenden Nass. Das liegt einerseits am Wetter und andererseits an der für ein Bad ohne Heizung enormen Wassertemperatur von 23 Grad. Täglich müssen laut Lüdtke pro Badegast 30 Liter Frischwasser zugeführt werden, so dass immer wieder ein Abkühlungseffekt eintritt. „Viel wärmer wird‘s nicht mehr“, betont der Experte deshalb.