Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Kiel Finanzielle Grundsicherung für Kreative
Kiel Finanzielle Grundsicherung für Kreative
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:00 31.01.2019
Von Jürgen Küppers
Die Alte Mu gehört zu den bekanntesten Kreativzentren in Kiel: Die Stadt will mit ihrer Förderung helfen, den vielen Ideen, die an der Förde entstehen, einen professionellen Rahmen zu geben. Quelle: Frank Peter
Kiel

Laut einer Geschäftlichen Mitteilung der Verwaltung erarbeitet das Referat Kreative Stadt nach einem entsprechenden Ratsbeschluss eine entsprechende Leitlinie. Deren Kern: Die Initiativen sollen pro Jahr mit rund 300000 Euro „institutionell“ gefördert werden. Diese Perspektive einer „finanziellen Grundsicherung“ bezeichneten die Akteure in den Initiativen schon jetzt als „Meilenstein“.

Kreative sollen mit ihren Ideen auch Geld verdienen

Das Ziel dieser damit ebenso regelmäßigen wie verlässlichen Förderung beschreibt die Referatsleiterin Annette Wiese-Krukowska so: „Wir wollen damit die Professionalisierung der Initiativen so vorantreiben, dass sie mit ihren Ideen auch Geld verdienen können.“

Selbstverständlich sei das trotz vieler zukunftsträchtiger Projekte zum Beispiel zur Stadtentwicklung oder Digitalisierung Kiels aber keineswegs. „Denn an der Hochschulen lernen die Studenten meistens nicht, welche Gesellschaftsform die geeignete für eine Umsetzung ihrer Ideen sein könnte“, erklärt die Referatsleiterin.

Förderung der Stadt kann auch in Ausstattung oder Raummieten fließen

Hinzu kämen weitere Fragen zur Preisfindung für ihre Dienstleistungen und Produkte oder Unkenntnisse über Möglichkeiten, sich preisgünstig für Rente oder Krankheit zu versichern.

Entsprechende Beratungen von Fachleuten vermittle das Referat jetzt zwar auch schon, könnten künftig aber durch die Förderung weiter intensiviert werden. Darüber hinaus könne das Geld für Honorare, Anmietung sowie Ausstattung von Räumen oder Anträge für EU-Fördermittel verwendet werden.

Ab 2020 soll die "Grundsicherung" fließen

Wann das Geld dafür erstmals fließt, kann Annette Wiese-Krukowska noch nicht genau sagen: „Ich rechne aber damit, dass wir noch in diesem Jahr mit den Vorbereitungen so weit sind, dass wir ab 2020 kreative Initiativen fördern können. Das wäre dann auch ein klares Bekenntnis der Stadt zu ihren Kreativen sowie deren Beiträge für die Entwicklung Kiels.“

Weitere Nachrichten aus Kiel lesen Sie hier.

Der Vorsitzende des größten Kleingartenvereins Axel Zabe befürchtet die „Vernichtung des Kleingartenwesens“. Die Kieler Verwaltung habe auf seine Hilfegesuche nicht reagiert. In einem offenen Brief wirft er der Stadt nun leere Versprechungen und eine Politik „mit der Brechstange“ vor.

Karen Schwenke 31.01.2019

Die Sanierung der „Gorch Fock“ wird erstmal fortgesetzt. Das Segelschulschiff soll mindestens zurück aufs Wasser. Vor einer möglichen Fertigstellung der Sanierung sollen aber belastbare Kostenzusagen auf den Tisch.

30.01.2019

Die niedersächsische Traditionswerft war wegen der Sanierung des Segelschulschiffs „Gorch Fock“ in die Kritik geraten. Nun müssen der Aufsichtsrat und Vorstand der Werft mit sofortiger Wirkung ihre Posten räumen.

30.01.2019