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Kiel Zweite Testphase für Luftfilter beginnt
Kiel Zweite Testphase für Luftfilter beginnt
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15:45 03.04.2019
Von Steffen Müller
Foto: Erstmals stand der Luftfilter von Purevento im Februar am Theodor-Heuss-Ring.
Bereits im Februar stand der Luftfilter von Purevento am Theodor-Heuss-Ring. Nun ist er für einen weiteren Praxistest zurück. Quelle: Jan Köster
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Kiel

Ein Test im Labor der Firma Purevento, die den Absaugfilter entwickelt hat, verlief nach eigenen Angaben vielversprechend. Nun soll unter Realbedingungen der Einsatz erprobt werden, um zu klären, ob die Anlage die Luft tatsächlich von Schadstoffen reinigen kann. 

Erster Probelauf noch ohne Luftmessung

Bei einem ersten achttägigen Probelauf im Februar ging es noch nicht um Luftsäuberung, sondern um äußere Umstände wie Handhabung, Akzeptanz, Ansaug- und Ausstoßkraft, Verkehrssicherheit und Lautstärke. Jetzt sollen erstmals die Auswirkungen auf die Stickstoff-Konzentration ermittelt werden. Fallen die Ergebnisse aus wie erhofft, könnten in Zukunft sechs der 4,80 Meter langen, 2,40 Meter breiten und 2,50 Meter hohen Container am Theodor-Heuss-Ring stehen. Noch ist allerdings nicht klar, ob die Purevento einen möglichen Auftrag bekommen würde. Die Stadt prüft auch Angebote von anderen Anbietern. Die Kosten für einen Luftfilter belaufen sich auf etwa 80.000 Euro.

Diskussion über Aufstellungsalternativen

Im Vorfeld des Probelaufs wurde im Kieler Bauausschuss bereits über andere Aufstellungsmöglichkeiten gesprochen, damit Radfahrer nicht beeinträchtigt werden. Auslöser war ein Antrag der Linken, die fordern, dass die Anlage nicht wie geplant auf dem Fahrradweg aufgestellt wird, sondern auf der rechten Fahrspur auf dem Theodor-Heuss-Ring. Zwar wurde der Antrag abgelehnt, dennoch wurden als Alternativen eine Aufstell-Variante auf Stelzen oder auf dem Mittelstreifen ins Gespräch gebracht.

Stelzen-Variante verfehlt ihr Ziel

Doch gerade die Stelzen-Möglichkeit ist laut Purevento wenig zielführend. "Der Stadtluftreiniger ist so konstruiert, dass er direkt am Straßenrand und so nah wie möglich an den Schadstoff ausstoßenden Fahrzeugen die verschmutzte Luft ansaugt. Die gereinigte Luft soll ja den Fußgängern, Kleinkindern in Kinderwägen, Fahrradfahrern und Anwohnern direkt zugutekommen und nicht in der Höhe wirkungslos verpuffen", heißt es vom Unternehmen.

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