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Kiel Maschinenmuseum: Neuer Leiter gesucht
Kiel Maschinenmuseum: Neuer Leiter gesucht
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18:18 09.10.2019
Von Karina Dreyer
Seine Kräfte lassen nach: Peter Horter sucht einen Nachfolger für die Leitung des Maschinenmuseums. Quelle: Karina Dreyer
Kiel-Wik

Anfang der 70er-Jahre kam Horter nach seinem Studium an der TH Aachen als Referendar nach Kiel. Er war unter anderem im Kultusministerium zuständig für Lehrpläne und hat als Fachlehrer im Laufe der Jahre vielen sein Wissen vermittelt. 2006 verabschiedete sich Horter als Schulleiter der Berufsschule für Technik an der Gellertstraße, heute RBZ am Schützenpark.

Peter Horter baute mit Frank Stobbe das Museum in Eigenregie auf

Da fand er dann mehr Zeit, das auszubauen, was er 1990 mit seinem ehemaligen Schüler Frank Stobbe im kleinen Lokschuppen auf dem ehemaligen Gelände der Stadtwerke angefangen hat: „Historische Maschinentechnik vor der Verschrottung zu bewahren“, sagt Horter. Er verfolgte sein Ziel beharrlich, schon während seines Berufslebens. „Kiel sollte ja mal ein großes, städtisches Museum für die Kieler Industriegeschichte bekommen. Das war fest beabsichtigt, das Land hatte schon Mittel bereitgestellt, aber alles wurde von der Ratsversammlung gekippt, weil Kiel es sich nicht leisten konnte“, sagt Horter. Und so realisierte er mit Frank Stobbe schließlich die Idee, ein Museum in Eigeninitiative aufzubauen. Offiziell besteht das Maschinenmuseum Kiel-Wik seit dem Jahre 2000. „Ein Meilenstein war 2005 die Gründung der Stiftung Maschinenmuseum, da konnten wir Gelder beantragen, wie beispielsweise die Mittel aus dem Kulturetat“, sagt Horter.

2013 wurde das Museum um das benachbarte Uhrenhaus erweitert

Und Gelder waren dringend nötig: Nach dem Lokschuppen und der Kompressorenhalle konnte 2013 das benachbarte Uhrenhaus saniert und samt Veranstaltungsraum eröffnet werden. Riesige Uhren zählten hier bis Ende der 60er Jahre noch die Gasmengen. Dann stand das Gebäude lange leer, es drohte der Abriss. Horter setzte sich für den Erhalt ein. Eine der Gründe: Das Maschinenmuseum platzte aus allen Nähten. Mit dem Ausbau verdoppelte sich die Museumsfläche auf 650 Quadratmeter, hinzu kommen noch 5000 Quadratmeter Außenfläche, ein Haupteingang und Parkplätze.

Die Besucherzahlen von 17000 jährlich halten sich konstant, darunter sind viele Schulklassen, besonders die der ganz kleinen. „Ich hätte nie gedacht, dass ich mit denen im Museum was anfangen kann, aber die bringen unglaublich viel Freude mit ihrer natürlichen Begeisterungsfähigkeit und ihrem Wissensdurst“.

Das kleinste Exponat ist ein Modell des Benz-Motors

Horter ist in seinem Element, wenn er historische Maschinen in Betrieb zeigen und erklären kann. Er hat auch ein großes Team an Ehrenamtlichen. Von Frank Stobbe musste er sich verabschieden. „Er ist sehr begabt, aber ohne öffentliche Ambitionen“, sagt Horter. Und damit steht er nicht allein. „Die meisten möchten lieber im Verborgenen basteln und schrauben. Deswegen ist es schwierig, Leute für den Museumsbetrieb zu erwärmen“. Doch das braucht es dringend, denn alle drei Gebäude samt Keller sind voller Exponate, die gezeigt und erklärt werden möchten. Das kleinste ist ein Modell des Benz-Motors, dem ersten Automobil der Welt. Das größte ein U-Boot-Diesel von 1944 im Lokschuppen. Und alles ist perfekt in Schuss und läuft.

Gesucht: Ein überzeugter Techniker und Historiker

Die Zeit läuft Horter ein wenig davon. „Es sollte ein überzeugter Techniker und Historiker sein und zugleich ein Museumsmensch“, sagt er und hofft auf Hilfe vonseiten der Stadt, jemanden hauptamtlich einzustellen. Kontakt zu den Ämtern, Sponsoren, Presse, Projektplanung und so weiter gehören zum Job, die Liste ist lang. Zudem: Eine Übernahme der Personalkosten durch die Stiftung ist noch nicht denkbar. Horter hofft trotzdem, denn es geht auch um sein Lebenswerk. „Techniker sind sehr rational und pragmatisch. Ein Pragmatiker bin ich auch, aber sehr stark emotional auch mit der Technik verbunden."

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