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Kiel Kiel startet Offensive für Stadtbäume
Kiel Kiel startet Offensive für Stadtbäume
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07:07 08.11.2019
Von Michael Kluth
Straße ohne Bäume: Orte wie das neue Kieler Schlossquartier haben die Umweltpolitiker im Blick, wenn sie jetzt eine Offensive zur Neupflanzung von Bäumen ausrufen. Quelle: Frank Peter
Kiel

Am Donnerstagabend hat auch der Bauausschuss abschließend zugestimmt.

In dem gemeinsamen Antrag von SPD, Grünen, FDP, Linken und der „Fraktion“ wird die Verwaltung gebeten, „zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, um Bäume im Stadtgebiet zu erhalten“. Dabei sollten „auch die bestehenden Standorte aufgewertet werden, um sicherzustellen, dass die Bäume nicht absterben“. Dafür soll schon im nächsten Haushalt Geld bereitgestellt werden.

Bei Bauvorhaben soll die Stadt die Erhaltung von Bäumen stärker als bisher in die Abwägung einbeziehen. Die Baumschutzsatzung soll bis Ende 2020 entsprechend überarbeitet werden. Dabei sollen Naturschutzverbände ein Wörtchen mitreden.

Kieler Kitas sollen mitpflanzen

Zudem soll die Stadt eine jährliche Pflanzaktion initiieren, „bei der eine mindestens zweistellige Zahl möglichst standortheimischer Bäume öffentlichkeitswirksam im Kieler Stadtgebiet im bebauten städtischen Bereich gepflanzt wird“. Dabei soll auf die Bedeutung von Bäumen für den Klimaschutz und für das Stadtklima hingewiesen werden. Damit sollen auch Private motiviert werden, selber Bäume zu pflanzen. Kindertagesstätten sollen an den Aktionen beteiligt werden.

„Besonders in Straßenzügen, in denen es zurzeit an Bäumen fehlt, sollen Bäume gesetzt werden“, heißt es in dem Antrag. Und weiter: „Dabei sollen auch straßenbegleitende Pkw-Stellplätze in Betracht gezogen werden.“ Ziel sei es, „dass langfristig in jeder Kieler Straße Bäume stehen“. Ausnahmen seien möglich, „wenn technische Gründe eine Bepflanzung nicht zulassen oder der zuständige Ortsbeirat dem widerspricht“.

Zur Begründung heißt es: „Bäume haben nicht nur eine Bedeutung im Kampf gegen den Klimawandel, sondern verbessern auch das Stadtklima. Sie reduzieren nicht nur Temperatur und Schadstoffe in einer Stadt, sondern erhöhen auch die Aufenthaltsqualität.“

Erhaltung ist nachhaltiger als Neupflanzung

Der Antragstext berücksichtigt eine Mitteilung des städtischen Grünflächenamts. Nach Einschätzung der Fachleute ist es „sehr viel nachhaltiger und zielführender für die Klimaanpassung im städtischen Bereich, den vorhandenen Bestand großer Bäume zu sichern und zu erhalten“, als neue Bäume zu pflanzen. Der Einfluss großer Bäume auf das Stadtklima, die Erholung und das Stadtbild sei „oft sehr viel größer“. Neupflanzungen seien zudem „im Straßenbereich nur noch mit sehr großem technischem Aufwand möglich“. 

Der Antrag wurde mit der Mehrheit von SPD, Grünen, FDP, Linken und AfD angenommen. SSW und „Fraktion“ sind weder im Umweltausschuss noch im Bauausschuss stimmberechtigt. 

Darum stimmte die CDU dagegen

Die CDU stimmte dagegen, obwohl sie den Antrag für „gut und unterstützenswert“ hält, so Ratsherr Robert Vollborn im Umweltausschuss. Er sehe nur in drei Punkten noch Beratungsbedarf, sagte Vollborn. Er will außer Kitas auch Schulen einbeziehen, die Stadt ausschließlich auf heimische Baumarten verpflichten und Parkplätze schützen. 

Die anderen Fraktionen lehnten eine weitere Diskussion jedoch ab und stimmten den Antrag durch.

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