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Kiel Kiel und seine dreckigen Straßenschilder
Kiel Kiel und seine dreckigen Straßenschilder
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08:00 07.04.2019
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck
An vielen Orten der Landeshauptstadt trifft man auf verdreckte, beschädigte oder verblichene Beschilderungen. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Unleserliche Schilder seien schlecht für den Verkehrsfluss und würden die Orientierung gerade für Ortsunkundige „deutlich erschweren“, sagt der 83-Jährige, der Oberbürgermeister Ulf Kämpfer jetzt per Brief auf „die kleine Unzulänglichkeit im Stadtbild“ aufmerksam gemacht hat.

Stadtsprecher: Visitenkarte ist sauberes Erscheinungsbild

„Wasser, Scheuermittel oder ein Freischnitt würden helfen. Mit wenig Aufwand lässt sich so viel Wirkung erzielen“, sagt Hansen. Unterstützen könnten bei der Arbeit Ein-Euro-Jobber, regt Hansen in seinem Brief an. Die Außendarstellung der Landeshauptstadt Kiel seit wichtig, sagt ein Stadtsprecher: „Erste Visitenkarte der Stadt ist ein insgesamt sauberes Erscheinungsbild.“ Allerdings gebe es bei der Landeshauptstadt keinen Einsatz von Ein-Euro-Jobbern zum Reinigen von Straßenschildern. „Ein solcher Einsatz ist auch nicht geplant“, sagt der Sprecher.

Großer Frühjahrsputz mit Kielern

Um das Erscheinungsbild der Stadt aufzupeppen, habe der Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel erst kürzlich den Frühjahrsputz veranstaltet, bei dem Kieler helfen konnten, die Stadt von Müll und Abfall zu säubern. Zuständig speziell für die Überprüfung oder Reinigung der derzeit etwa 40 000 Straßenschilder sei in Kiel der Bauhof des Tiefbauamtes. Je nach Straßenkategorie würden die dort angebrachten Schilder in einem Turnus von einem Tag bis zu vier Wochen überprüft, um die Sicherheit der Verkehrswege zu gewährleisten, teilt der Sprecher mit.

Austausch der Schilder kostet alleine an Material 80000 Euro

Acht Mitarbeiter des Bauhofes kümmern sich demnach darum, jährlich etwa 500 Schilder zu ersetzen, die bei Unfällen beschädigt wurden. 2018 wurden zudem weitere 1800 Schilder ersetzt, abgebaut oder neu aufgestellt. Diese Arbeiten kosten die Stadt alleine an Material jährlich etwa 80 000 Euro, weitere 50 000 Euro sind in den Haushalt eingestellt. Beschädigte Vorfahrts- und Gefahrenzeichen werden demnach vorrangig ersetzt, da diese sicherheitsrelevant sind, sagt der Sprecher. Eine unleserliche Parkbeschilderung beispielsweise „hat eine niedrigere Priorität und wird nachrangiger behandelt“. 

Wer ein beschädigtes oder unleserliches Schild gesehen hat, kann dies über die städtische Telefonhotline 115 oder auch per E-Mail an bauhof@kiel.de melden.

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