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Kiel Kooperation will Sonntags-"Lockangebot"
Kiel Kooperation will Sonntags-"Lockangebot"
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06:53 28.09.2018
Von Jürgen Küppers
An Kostenlos-Sonntagen müssten Taktungen der Busse gesteigert und mehr Fahrzeuge eingesetzt werden. Vor allem die Buslinien 100 und 11 sind schon an regulären Sonntagen aufgrund der geringeren Taktung im Vergleich zu Werktagen häufig überfüllt. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
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Kiel

Ziel des darin beschriebenen „Schnupperangebots“: ÖPNV-Muffel sollen so motiviert werden, öfter mal vom Auto auf Bus oder Schiff umzusteigen. Vor der Einführung der Freifahrt-Sonntage ermitteln Verkehrsunternehmen aber erst noch die Kosten dafür.

Trotzdem umreißt der im Ausschuss einstimmig verabschiedete Antrag der Kooperation das Ziel bereits deutlich: Zum Beispiel verkaufsoffene Sonntage, größere Flohmärkte oder der Abschlusstag der Kieler Woche mit Feuerwerk böten attraktive Anlässe zu ÖPNV-Freifahrten.

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ÖPNV-Muffel "brauchen einen Anstoß"

Aus Sicht von Dirk Scheelje (Grüne) könnten damit gleich mehrere Ziele erreicht werden: „Die Veranstaltungen bekämen wahrscheinlich mehr Zulauf, es wäre eine gute Werbung für den ÖPNV und damit ein Beitrag zu mehr Klimafreundlichkeit in Kiel.“

Dazu heißt es in der Antragsbegründung: Viele Menschen in Kiel sowie im Umland hätten noch nie einen Bus benutzt und bräuchten einen „Anstoß“, es mal auszuprobieren. Solche Aktionstage könnten dieser notwendige Anstoß sein.

Bei einem entsprechend erweiterten Busangebot könnten die Menschen dann erfahren, „wie angenehm und bequem man mitten in die Stadt kommt – ohne Staus oder lästige Parkplatzsuche“.

Weitere Aktionstage durch mehr Ticket-Verkauf

Grundsätzlich gehe es darum, Hemmschwellen gegenüber dem ÖPNV abzubauen und dadurch mehr Menschen zum Umstieg vom Pkw auf Bus oder Schiff zu motivieren. Wenn in der Folge mehr Fahrscheinverkäufe auch zu mehr Einnahmen führten, könnten damit auch weitere Kostenlos-Aktionstage finanziert werden.

Doch bislang ist noch völlig unklar, welche Kosten die Einführung dieser ÖPNV-Werbung verursachen könnten. Klarheit darüber sollen Berechnungen schaffen, die der städtische Eigenbetrieb Beteiligungen, die Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) sowie die Schlepp- und Fährgesellschaft (SFK) vornehmen sollen.

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