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Kiel Auto-Image noch ohne Kratzer
Kiel Auto-Image noch ohne Kratzer
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06:00 13.04.2019
Von Jürgen Küppers
Zeugnisse automobiler Zeitgeschichte: Kurator Julian Freche (re.) führte die ersten Besucher durch die neue Plakat-Ausstellung im Warleberger Hof. Offiziell eröffnet wird sie am Sonntag um 11.30 Uhr, zu sehen ist die Schau mit insgesamt über 100 Exponaten noch bis zum 15. September 2019.  Quelle: Thomas Eisenkrätzert
Kiel

Für Museumsdirektorin Doris Tillmann ist dieser Kontrast durchaus reizvoll: Schließlich markiere die aktuell kritische Diskussion um Individualverkehr den vorläufigen Endpunkt eines alltagshistorisch höchst aufschlussreichen Image-Wandels von Autos. Dies beleuchte die Ausstellung unter dem Titel "Weil er zu mir passt".

Dass das Auto „passen“ muss wie ein Handschuh oder der Ehepartner, zeigen die 74 Plakate aus dem Museumsbestand, die im Obergeschoss des Warleberger Hofs noch bis zum 15. September zu sehen sind. Schließlich mussten die Werbekampagnen je nach Marke und Modell von schnell, solide, zweckmäßig oder sportlich auf die entsprechende Zielgruppe abgestimmt werden.

Autoverkauf im Wohnzimmer mit Blümchentapete

Ergänzt wird die Plakatausstellung durch Broschüren und Fotos mit Kiel-Bezug in einer Medienstation. Die Betrachtung der Fotos dürfte so manchem Besucher ein Schmunzeln aufs Gesicht zaubern. Zum Beispiel der Fotografen-Blick durchs Schaufenster des Autohauses Seemann, als dort die neuesten Ford-Modelle anno 1962 noch im Wohnzimmer-Ambiente mit Blümchentapeten an den Wänden präsentiert wurden.

Die Fotos erzählen aber auch den Anfang der aus heutiger Sicht unseligen Nachkriegsgeschichte des Ausbaus Kiels zur „autogerechten Stadt“ mit dem Bau breiter Schneisen wie dem Olof-Palme-Damm oder der Ostring-Unterführung der B76 bis hin zur Abwicklung der Kieler Straßenbahn 1985.

Autowerbung im kollektiven Gedächtnis

Doch nicht nur der Autoverkehr hat die Stadt immer stärker geprägt. „Auch die Autowerbung ist mittlerweile allgegenwärtig und prägt damit auch den öffentlichen Raum“, erklärte Doris Tillmann den Hintergrund der neuen Ausstellung: „Denn sie zeigt, wie stark Autowerbung Teil unseres kollektiven Gedächtnisses geworden ist.“

Ein Beispiel dafür bildet der Werbespot, der in Endlosschleife über einen Bildschirm flimmert: Das darin beworbene Auto erkennt man auch, ohne es zu sehen: „Er läuft und läuft und läuft und läuft“, sagt die Stimme. Und jeder weiß, dass das nur ein VW-Käfer sein kann.

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