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Kiel Unterstützung für Mitarbeiter in Kiel
Kiel Unterstützung für Mitarbeiter in Kiel
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10:00 02.12.2018
Von Kristian Blasel
Foto: Noch werden die Mitarbeiter in den Kieler Schwimmbädern schlechter bezahlt als die Kollegen in Preetz und Plön: Nun gibt es breite Unterstützung aus der Kommunalpolitik.
Noch werden die Mitarbeiter in den Kieler Schwimmbädern schlechter bezahlt als die Kollegen in Preetz und Plön: Nun gibt es breite Unterstützung aus der Kommunalpolitik. Quelle: Frank Peter
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„Es ist nicht länger hinnehmbar, dass wir uns auf dem Rücken der Beschäftigten gesund sparen“, sagt Svenja Bierwirth, personalpolitische Sprecherin der Linken. Die Haushaltslage in Kiel habe sich deutlich verbessert. „Ich weiß nicht, wie ich den Beschäftigten erklären sollte, dass die Stadt zwar finanziell gut dasteht, dass die Eintrittspreise für die Kieler Bäder mit Einführung der neuen Gebührensatzung in allen Bereichen gestiegen sind, wir aber leider trotzdem noch nicht in der Lage sind, hier einen fairen und tariflichen Lohn zu bezahlen“, sagte Bierwirth. Außerdem müsse Sportdezernent Gerwin Stöcken klar sein, dass er keinen Streit gebrauchen könne. „Nach den Beschwerden über die noch bestehenden Mängel im Hörnbad und seinem alles andere als souveränen Umgang damit würde ein Streik den Unmut der Bevölkerung auf die Spitze treiben.“

Mit Gründung der Kieler Bäder GmbH wurde der Tarifvertrag verlassen

Seit der Gründung der Kieler Bäder GmbH im Jahr 2006 wurden die Beschäftigten nicht mehr nach dem Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TVÖD) bezahlt. Damit wurde damals ein Stellenabbau verhindert, der nach der Schließung des Lessingbades drohte. Die Gehälter der Beschäftigten liegen nach Gewerkschaftsangaben um rund 25 Prozent unter dem, was Kollegen in Plön, Flensburg oder Preetz verdienen. Mitarbeiter der Bäder GmbH hatten am Mittwochmorgen vor einer Betriebsversammlung der Stadt mit einer Flugblattaktion auf ihre Situation aufmerksam gemacht und auch einen Streik nicht ausgeschlossen. Stöcken hatte zwar „Sympathie“ für die Forderung geäußert. Aber eine Entscheidung rückgängig zu machen, sei „sehr kompliziert“.

Auch SSW und die Fraktion in Kiel zeigen sich solidarisch

Unterstützung gibt es für die Forderung der Beschäftigten auch vom SSW. Fraktionschef Marcel Schmidt fordert, „dass die Mitarbeiter der Landeshauptstadt Kiel gleich behandelt werden, unabhängig davon, ob sie direkt bei der Stadt beschäftigt sind, oder in Betrieben, die der Stadt gehören“. Solidarisch zeigt sich ebenfalls Ratsherr Andreas Halle von der „Fraktion“. „Wir wollen in unserer Freizeit auch weiterhin von freundlichem und gut geschultem Personal empfangen werden.“

Mehrheit im Rathaus ist sicher: Kooperation in Kiel sichert Unterstützung zu

Am Freitagnachmittag schloss sich die Rathauskooperation aus SPD, Grünen und FDP dieser Haltung an. „Wir sind uns einig, dass eine Rückkehr zur Tarifbezahlung nötig ist“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme. Die Kooperation wolle im Aufsichtsrat der Bäder GmbH und in der Ratsversammlung entsprechende Schritte unterstützen.

Oliver Stenzel 02.12.2018
01.12.2018
Martina Drexler 01.12.2018