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Kiel Bombensuche unter Polizeischutz
Kiel Bombensuche unter Polizeischutz
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06:40 17.04.2019
Von Frank Behling
Die Wasserschutzpolizei sichert mit dem Küstenboot "Fehmarn" die Kampfmittelbergung in der Kieler Förde. Quelle: Frank Behling
Kiel

Mit eingeschaltetem Blaulicht liegt das Polizeiboot "Fehmarn" seit Tagen im Fahrwasser vor Friedrichsort. Die Beamten haben die Aufgabe, andere Schiffe von einem neuen Sperrgebiet auf der Förde fernzuhalten. Seit dem 2. April liegen die Warntonnen in der Förde.

In dem Sperrbereich zwischen Holtenau und Möltenort wird der Grund Meter für Meter mit Sonar und Tauchern nach Bomben und Minen abgesucht. Dort waren in den vergangenen Jahren immer wieder Kriegsaltlasten entdeckt worden.

Warnungen ignoriert

Bei der Suche ereignete sich am Freitag bereits ein Zwischenfall. Beim Einlaufen in die Kieler Förde ignorierte der Kapitän eines niederländischen Frachters um 10.39 Uhr die gelben Warntonnen und fuhr direkt in das Sperrgebiet. Auch die Warndurchsagen über Funk hatte der Kapitän zuvor nicht berücksichtigt.

Da der Frachter auch auf das für die Taucher eingesetzte Spezialschiff "Krebs Helios" zu hielt, mussten die Taucher ihren Arbeitsplatz auf dem Grund notfallmäßig verlassen und auftauchen, so die Wasserschutzpolizei.

2000 Euro Sicherheitsleistung eingezogen

Der Frachter wurde daraufhin in der Schleuse von Beamten des Wasserschutzpolizeirevier aufgesucht. Gegen den Kapitän wurde wegen des Verstoßes gegen die Seeschifffahrtstraßenordnung eine Sicherheitsleistung in Höhe von 2000 Euro festgesetzt und vor Ort eingezogen.

Darüber hinaus wurde gegen ihn eine Strafanzeige gefertigt. Die Wasserschutzpolizei warnt auch angesichts des zunehmenden Verkehrs von Sportbooten und Anglerbooten vor der Einfahrt in das Sperrgebiet.

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