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Kiel Viele Mängel, wenig Taten
Kiel Viele Mängel, wenig Taten
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08:00 17.03.2019
Von Jürgen Küppers
Schon seit Jahren warten Schüler, Eltern und Lehrer an der Friedrich-Junge-Schule (Langenbeckstraße) darauf, dass die Sanierungsarbeiten dort endlich losgehen. Doch die Diskussionen mit den Denkmalschützern sind noch nicht beendet. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
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Dabei laufen die Vorbereitungen zur Sanierung der Grund- und Gemeinschaftsschule oder ihr teilweiser Neubau schon seit Jahren.

Sicher ist nach aktueller Mitteilung der Immobilienwirtschaft bislang nur: Die sogenannte Leistungsphase Null (Absprachen mit Schulen zu ihrem pädagogisch nötigen Bedarf an Räumen und Ausstattung) wurde noch einmal bis März verlängert. Und: Es müsse mit der Denkmalpflege noch ein Kompromiss zwischen Abriss/Neubau und Bestandssanierung gefunden werden.

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Schulleiter beklagt den Stillstand

„Der Denkmalschutz sitzt uns ganz schön im Nacken“, klagte Thomas Willers den Ausschussmitgliedern sein Leid nach jahrelangen Diskussionen darüber, was an den Gebäuden verändert werden dürfe und was nicht: „Aber wir sollen hier modernen Unterricht des Jahres 2019 machen in Räumen aus der 1950er-Jahren. Da müssen wir so schnell wie möglich weiterkommen.“

Bei allem Verständnis für den Sanierungsstau und Personalprobleme in der Bauverwaltung: „Trotzdem müssen wir die Schule endlich so gestalten können, wie es die Pädagogik notwendig macht.“

Sanierungsmittel noch nicht im Haushalt

Laut Bauprogramm der Immobilienwirtschaft ist die „Komplettsanierung“ der Friedrich-Junge-Schule zwar für den Zeitraum (Jahresanfang) 2019 bis Ende 2021 terminiert – allerdings mit der Einschränkung „Baumittel noch nicht bzw. nicht vollständig im Haushalt abgebildet“.

Hinzu kommt noch: Die umstrittene Beschlussvorlage zum Bauprogramm der Immobilienwirtschaft (wir berichteten) wurde im Schulausschuss ebenso zurückgestellt wie schon zuvor im Finanz- und Bauausschuss.

Dezernentin will Wogen glätten

Hintergrund ist offenbar, dass die Vorlage von Baudezernentin Doris Grondke Ärger in den Fraktionen auslöste. Grund: Sie fühlen sich durch die in der Vorlage geforderte „verbindliche Anerkennung des Bauprogramms“ der Stadt in ihrer Mitsprache bei der Realisierung großer Bauprojekte ausgegrenzt.

Um die Wogen wieder zu glätten, lädt die Dezernentin schul- und baupolitische Sprecher der Fraktionen in der kommenden Woche zu einem „Austausch“ ein. Es sei „angestrebt“, das Thema in der Mai-Sitzung des Bauausschusses wieder auf die Tagesordnung zu bringen.

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