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Kiel Kieler Grüne geben der Umwelthilfe recht
Kiel Kieler Grüne geben der Umwelthilfe recht
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06:30 16.07.2019
Von Michael Kluth
Der Theodor-Heuss-Ring in Kiel: Hier wird seit Jahren der EU-Grenzwert für Stickoxid deutlich überschritten. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Die SPD-Ratsfraktion kritisiert, dass die Deutsche Umwelthilfe (DUH) in ihrer Stellungnahme zum Entwurf des Luftreinhalteplans „lieber auf Polemik setzt“. Dass DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch „anscheinend ganz bewusst die Umrüstung der Busflotte sowie des kommunalen Fuhrparks auf Hybrid- und Elektroantrieb übersieht und die Augen vor den massiven Anstrengungen im Radverkehr verschließt, zeugt nicht nur von schlechtem Stil, sondern vergiftet die Debatte“, sagt ihr umweltpolitischer Sprecher Max Dregelies.

SPD-Fraktionschefin Gesa Langfeldt nennt das Jobticket, das Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) ins Spiel gebracht hat, „einen großen Schritt in die richtige Richtung“.

Grüne und Linke fordern Fahrspursperrung

Die Grünen springen dagegen der DUH zur Seite. Es sei „nicht zu verstehen, warum die Sperrung einer Fahrspur, die Sperrung von innerstädtischen Bereichen für den motorisierten Individualverkehr und Maßnahmen zur Parkraumbewirtschaftung nicht kurzfristig umgesetzt werden“, sagt ihr umweltpolitischer Sprecher Arne Stenger.

Die rechte Fahrspur der Stadtautobahn sofort zu sperren, ist auch die Forderung des Oberbürgermeister-Kandidaten der Linken, Björn Thoroe. „Dann wird der Stickoxid-Grenzwert eingehalten!“

CDU wirft Kämpfer Zögerlichkeit vor

Die CDU-Fraktion wirft Kämpfer vor, er habe „wertvolle Zeit verloren und große Unsicherheiten in Bevölkerung und Wirtschaft geschürt“. Erst unter dem Druck von Handwerkerschaft und anderen Geschäftsleuten schwenke er auf CDU-Linie ein. „Zu zaghaft hat die rot-grüne Stadtspitze Absauganlagen und Verbesserungen im ÖPNV in den Luftreinhalteplan des Landes eingebracht und hofft nun, dass es nicht zu spät ist“, sagt Ratsherr Rainer Kreutz. In Kiel werde zu viel geredet und zu wenig gehandelt.

Die FDP-Ratsfraktion nennt es „zielführend, dass die Stadt auf Luftfilteranlagen und Angebotsverbesserungen im ÖPNV setzt“. SSW-Fraktionschef Marcel Schmidt nennt die DUH-Kritik zwar polemisch, wirft der Kooperation aber zu langes Zögern bei der Erarbeitung eines Sozialtickets vor.

Satire-Partei will Kreuzfahrer nach Laboe verlagern

Der Oberbürgermeister-Kandidat der satirischen „Partei“, Florian Wrobel, fordert einen kostenlosen ÖPNV „nicht nur für Arbeitnehmer“, einen Luftreinhalteplan für ganz Kiel sowie Kreuzfahrtterminals in Laboe statt in Kiel.

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Mit scharfen Worten kritisiert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) den Entwurf des Umweltministeriums für einen Luftreinhalteplan in Kiel. Er sei „einer der schlechtesten im ganzen Bundesgebiet“, sagt DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch. „Landesregierung und Oberbürgermeister machen sich lächerlich.“

Michael Kluth 16.07.2019

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