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Kiel Feuerwehrkasper tritt auch künftig auf
Kiel Feuerwehrkasper tritt auch künftig auf
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12:00 28.11.2018
Der Feuerwehrkasper macht weiter - und mit ihm (von links): Volker Binné (73), Peter-Michael Krohn (31), Michael Krohn (60) und Uwe Schubert (70). Quelle: Thomas Eisenkrätzer
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Kiel

Mit der Zahl 1000 hat Michael Krohn so seine Schwierigkeiten, sie erscheint ihm gigantisch, zumindest im Zusammenhang mit der Handpuppenbühne der Kieler Feuerwehr. Die feiert dieser Tage ihr 25-jähriges Bestehen, Krohn gehört zu den Gründungsmitgliedern, und er sagt: „Na gut, knapp 1000 Vorstellungen waren es wohl bisher.“ Doch seine eigentliche Botschaft ist: „Wir sind zwar jetzt fast alle Pensionäre, aber den Feuerwehrkasper schicken wir deshalb noch lange nicht in den Ruhestand.“

30 Puppen - vom Kasper bis zur sprechenden Mülltonne

Drei pensionierte Feuerwehrleute, ein Theaterplastiker, etwa 30 Handpuppen vom Kasper bis zur sprechenden Mülltonne und dann natürlich das Puppentheater selbst – seit 2005 bespielen Volker Binné (73), Uwe Schubert (70), Michael Krohn (60) und sein Sohn Peter-Michael Krohn (31) die Puppenbühne in dieser Besetzung. Doch die Geschichte reicht viel weiter zurück: 1987 hatten Michael Krohn, der schon immer vom Puppentheater begeistert war, und Uwe Schubert, der als Laienschauspieler das Bühnenleben kannte, die Idee, eine Puppenbühne für Kinderweihnachtsfeiern ins Leben zu rufen – mit dem Erfolg, dass rund sechs Jahre später der Feuerwehrkasper Premiere feierte.

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Begeisterung vom Vater gelernt

Das wiederum war schicksalhaft für Peter-Michael Krohn: Weil er oft mit seinem Vater zu den Vorstellungen fuhr, wurde er sehr früh vom Puppenspiel-Fieber infiziert und schon sehr jung selbst Puppenbauer und Puppenspieler. Einen Teil des Feuerwehrkasperpuppen-Ensembles, so auch den aktuellen Kasper, hat er entworfen und gebaut. Er hat seine eigene Puppenbühne „Tom Kyle“, und ist so oft wie möglich mit den Puppenspiel-Feuerwehrmännern unterwegs. „Wenn mein Job es zulässt“, sagt er.

Weil die Kieler Feuerwehr-Puppenspieler schon immer ehrenamtlich unterwegs waren, können sie nie wirklich in den Ruhestand geschickt werden. Aber das hat zurzeit auch niemand vor. Am wenigsten sie selbst.

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Von Thomas Eisenkraetzer

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